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KAG-Schüler auf großer Fahrt in Rumänien

Flughafen München – sechs Uhr morgens- Abflug nach Jasì. Zum fünften Mal fliegt eine Delegation aus Schülerinnen und Schülern sowie drei Lehrerinnen im Rahmen des Erasmus-Plus-Projektes zur gemeinsamen Arbeitswoche mit irischen und rumänischen Studenten.

Im Fokus der Erasmus-Plus-Schulpartnerschaft des KAGs mit Rumänien und Nordirland stehen Begegnungen von Schülerinnen und Schülern und ihren Lehrkräften. Kerngedanke dieses seit 2017 stattfindenden ERASMUS-Plus-Projektes ist „problem-solving in MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) or STEAM (Science, Technology, Engineering, Arts, Mathematics) subjects“. Nachdem in den ersten Mobilitäten nach Belfast und Iasi der Bau von Drohnen den Schwerpunkt der Projektarbeit ausmachte, arbeiten seit dem zweiten Erasmus-Plus-Jahr die Projektschulen an unterschiedlichen Möglichkeiten, Umweltprobleme mit Hilfe von Drohnen zu dokumentieren und nach Lösungsstrategien zu suchen. Der Erfahrungsaustausch in Bezug auf die Projektarbeit, die gemeinsame Arbeit in verschiedenen Workshops ist dabei mindestens genauso wichtig wie das Leben in einer anderen Familie und Kultur kennenzulernen und die eigenen Englischkenntnisse zu verbessern. Ein Highlight der fünften Begegnung der Erasmus-Plus-Gruppe war der Besuch unterschiedlicher Hochschulfakultäten, in denen Vorträge zu Umweltproblemen stattfanden. Dort wurden Themen wie Luftverschmutzung, Wasserqualität und Recycling von Dozentinnen vorgestellt und im Plenum diskutiert. Ein Physikprofessor demonstrierte zuerst am Laser und später bei einem Feldversuch mit Zigarette und Messgerät die Schadstoffbelastung in der Luft, die in Iasi leider sehr hoch ist. Eine Besichtigung des unterirdischen Gewölbegangs, in dem die Studenten der Faculty of Chemical Engineering and Enviromental Protection „Cristofor Simionescu“ den Wein lagern, den sie in speziellen Kursen selbst keltern, gab weitere Einblicke in die unterschiedlichen Studiengänge. Auch wurde demonstriert, wie rumänisches Bier hergestellt wird.

Eine Bergtour am „Campulung Moldovenesc“, der über einen steilen Bergpfad bestiegen wurde, um die Drohne und ein UAV (unbemanntes Flugobjekt) starten zu lassen, ließ auch den sportlichen Aspekt nicht zu kurz kommen. So konnten atemberaubende Filmaufnahmen entstehen, die in der Erdinger Woche (26. Januar bis 2. Februar 2020) in einem Abschlussvideo zu sehen sein werden.

Der Schwerpunkt der Begegnung lag auf der Vorbereitung der abschließenden Erasmus-Plus-Woche Anfang 2020 in Erding. Bei unterschiedlichen Workshops an der rumänischen Partnerschule zeigten alle großes Engagement und die Fähigkeit zur Kooperation und Teamarbeit. Es wurden Entwürfe für Poster konfiguriert, Fotos, Videos und Ideen für die Abschlusspräsentation und einen gemeinsamen Projektfilm zusammengetragen und erste Ergebnisse gesichtet und evaluiert.

Ein Besuch im Rathaus, bei dem der „Director of Public Transport“ in einem interaktiven Vortrag die „Smart City Iasi“ vorstellte, stand ebenfalls auf dem Programm. So verfügt die Stadt bereits über ein umweltfreundliches Verkehrssystem (electric cars, etc.) oder eine „smart bench“ mit freiem WiFi vor dem Rathaus. Im Anschluss daran wurden Fragen zu Umwelt und Transport beantwortet, die die Schüler über eine App sendeten. Ein regionaler TV-Sender erstellte dazu einen Beitrag, der im rumänischen Fernsehen ausgestrahlt wurde.

Durch die Teilnahme an mehreren Unterrichtsstunden erhielten die Besucher Einblick in den Unter-richt an einer rumänischen Schule. Auch die Schulzahnärztin, deren Praxis direkt in der Schule liegt, stellte sich vor. In einer Sport-Trainingsstunde, die ein Sportlehrer auf dem Pausenhof der Schule gab, zeigte sich die begeisterte Teilnahme der Schülerinnen und Schüler, die alle Übungen zu lauten Techno Beats ausführten.

Am letzten Tag wurde in einer Abschlussevaluation mit Hilfe des „Mentimeters“ die Meinung aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer über das Projekt veranschaulicht. Weiterhin wurden die bereits vorliegenden Videoausschnitte und Poster, die in der Erdinger Woche zu sehen sein werden, erstmals der ganzen Gruppe präsentiert und mit viel Beifall gewürdigt wurden. Es bleiben Eindrücke einer Woche in Erinnerung, die für alle Beteiligten nicht nur ein gewinnbringender Austausch war, sondern die Möglichkeit bot, Verantwortung zu übernehmen und als Botschafter für die eigene Schule und das eigene Land unterwegs zu sein.

Drohnen, Arduino und der (verschobene) Brexit – Erasmus+ in Belfast

Das vierte Treffen im Rahmen des ERASMUS+-Projekts „Problem Solving in MINT or STEAM Subjects in Schools in Northern Ireland, Romania and Germany“ fand vom 31. März bis 6. April 2019 in Belfast, der Hauptstadt Nordirlands, statt. Vom Korbinian-Aigner-Gymnasium nahmen insgesamt fünf Schülerinnen und Schüler sowie drei Lehrkräfte an dem Arbeitstreffen an der „St. Dominic’s Grammar School“ teil.

Außer einer anderen Farbe des Seitenstreifens der Autobahn ist kein Unterschied zwischen Nordirland und Irland festzustellen, nur die zahlreichen Schilder und Plakate mit Aufschriften wie „No Hard Border“ verdeutlichen die Bedeutung der offenen Grenze für die Bevölkerung auf der irischen Insel. Im Rahmen einer sehr anschaulichen Geschichtsstunde erklärte Mr. Darren Scott den Teilnehmern aus Rumänien und Deutschland, wie zerbrechlich der Frieden in Nordirland ist und welche Rolle die offene Grenze dabei spielt. So erlebten die Teilnehmer die Irrungen und Wirrungen des Brexits live. Neben den wissenschaftlichen Inhalten der Woche war dies wohl ein wesentlicher Lerninhalt, ganz im Sinne des Erasmus Projekts für europäische Zusammenarbeit.

Auf der wissenschaftlichen Seite war die Woche vollgepackt mit Informationen und neuen Ideen, die die Zusammenarbeit zwischen den drei Projektschulen auf eine ganz neue Stufe gehoben haben. Darüber hinaus bot sich für die Erdinger Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die bisher erarbeiteten Ergebnisse (z. B. bei der Untersuchung von Borkenkäferschäden oder dem Besuch am Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie der TU München) sowohl allen Teilnehmern des Erasmus+-Projekts, als auch den Schülerinnen der St. Dominic’s Grammar School zu präsentieren.

Die Besuche an der Ulster University und an der Queens University lieferten den Schülerinnen und Schülern sowohl die Grundlagen, wie auch erste Anwendungsmöglichkeiten im Programmieren von auf Arduino basierenden Microcontrollern, die in vielfältiger Weise im Rahmen des Projekts eingesetzt werden können. Die Führungen durch die Lehrstühle führten den Teilnehmern anschaulich vor Augen, wie weit das Feld der Informatik ist, und welches Potential darin steckt. Wer hätte zum Beispiel vor 10 Jahren gedacht, dass es einmal Programmierer geben wird, die mit der Arbeit an Smartwatches ihr Geld verdienen?

Der Austausch der Erasmus+-Schüler aus Rumänien, Nordirland und Deutschland untereinander und die gemeinsame Arbeit an den Projekten war für alle Beteiligten sehr motivierend und gewinnbringend und wird sicherlich die weitere berufliche Laufbahn der Jugendlichen mit beeinflussen.

Den Umweltaspekt des Projekts betonte ein Besuch der Mournes Mountains südlich von Belfast, und nicht nur deswegen, weil die Schülerinnen und Schüler an einem Tag dort alle vier Jahreszeiten erleben konnten! So kam bei der Wanderung auf dem Granite Trail auch die Drohne für Filmaufnahmen zum Einsatz, mit deren Hilfe die gewaltigen Kahlschläge in den Wäldern an den Berghängen und der atemberaubende Granittagebau dokumentiert werden konnten.

Die Arbeit am Projekt geht auch nach der Rückkunft in Erding weiter. So soll in verschiedenen Wahlkursen, wie z. B. Drohnenbau und Robotics und P-Seminaren der Fachschaften Physik, Biologie und Chemie am Korbinian-Aigner-Gymnasium an den Projekten weitergearbeitet werden. Im Oktober 2019 geht es dann bereits zum nächsten Arbeitstreffen nach Iasi in Rumänien. Das Projekt wird mit der Präsentation aller Ergebnisse der Partnerschulen im Februar 2020 in Erding zu Ende geführt werden.

Umweltschutz in Rumänien

Das dritte Treffen im Rahmen des ERASMUS+-Projekts „Problem Solving in MINT or STEAM Subjects in Schools in Northern Ireland, Romania and Germany“ fand vom 7. bis 14. Oktober 2018 in der Stadt Iasi in Rumänien statt.

Insgesamt zwölf Teilnehmer – sieben Schüler*innen sowie fünf Lehrkräfte nahmen an dem einwöchigen Arbeitstreffen am Lyceum „Vasile Alecsandri“ teil.

Zu den Forschungsschwerpunkten zählten die Bestimmung des Reinheits- bzw. Verschmutzungsgrades von Wasser in Seen und Bächen der Region Neamt am Rande der östlichen Karpaten. Die Herausforderung durch Umweltverschmutzung, deren Erfassung und Bekämpfung, all das steht im Vordergrund des Interesses bei diesem Forschungsprojekt, das auf drei Jahre angelegt ist. Damit soll gewährleitet sein, dass die Schüler*innen der drei am ERASMUS+-Projekt beteiligten Schulen in Belfast (Nordirland), Iasi (Rumänien) und am Korbinian-Aigner-Gymnasium lernen, in Zukunft nach europäischen Lösungen zu suchen, wenn es um Umweltschäden geht. Denn oft sind die Erscheinungsformen unterschiedlich ausgeprägt, aber bei genauerem Hinsehen auf ähnliche Probleme zurückzuführen.

Die Gewässerverschmutzung ist in allen Ländern ein bekanntes Umweltproblem. Wie sich bei der Analyse der am „Lakul Rosu“ herausstellte, bleibt der Verunreinigungsgrad innerhalb der rumänischen Toleranzgrenzen. Die Vermutung liegt allerdings nahe, dass in den Sommermonaten aufgrund des hohen Tourismusaufkommens in den Karpaten schlechtere Ergebnisse gemessen würden. In den Laboren der Technischen Universität Iasi wurden mit den Schüler*innen die genauen Daten erfasst und analysiert.

Die mit einer Kamera ausgestattete Drohne diente den Erdinger Schülern am „Roten See“ dazu, Luftaufnahmen vom vorhandenen Baumbestand zu erhalten. Bizarr ragten die durch den Erdrutsch gleichsam im Wasser „versunkenen“ Baumwipfel in Form von Baumstümpfen aus dem Wasser des Sees. Kein Wunder, dass dieser bei den Sommergästen deshalb besonders beliebt ist.

In einem Jahr ist der nächste Gegenbesuch in Erding geplant. Dann werden alle beteiligten Schulen eine Woche lang ihre Problemlösungen präsentieren. Bis dahin ist noch einiges zu tun. Zunächst werden sich die Schüler*innen in ihrem eigenen Land auf die Suche nach weiteren Schadensphänomenen in der heimatlichen Umwelt begeben, diese filmisch dokumentieren und versuchen, Lösungsstrategien auszudenken. Dafür gibt es im April 2019 ein Projekttreffen in Belfast.

Drohnen in Belfast

Vom 5. bis 11. November fand in Großbritannien das erste gemeinsame Projekttreffen des ERASMUS Plus-Projektes „Problem solving in MINT-Fächern“ statt, an dem sich Schulen aus Iasi (Rumänien) und Belfast in Nordirland zusammen mit dem KAG beteiligen. Sieben Schülerinnen und Schüler sowie fünf Lehrkräfte aus Erding waren insgesamt sieben Tage lang Gäste der „St.Dominic’s Grammar School for Girls“, einem katholischen Mädchengymnasium mitten in der Hauptstadt der Provinz Ulster.

Das Arbeitsprogramm widmete sich zum einen dem Thema „Einsatz, Programmierung und Steuerung“ von Drohnen und zum anderen der Frage, wie kann man Schüler rechtzeitig gezielt hinsichtlich zukunftsorientierter Ausbildungsrichtungen und Studienzweige orientieren und beraten.
In Workshops und Hands-on-Experimenten wurde demonstriert, dass Drohnen z.B. für den Transport leichter Güter erprobt und für die filmische und photographische Erfassung von Luftaufnahmen, beispielsweise in der Landwirtschaft, verwendet werden können. Das ERASMUS Plus-Projekt der drei europäischen Schulen wird von der EU über drei Schuljahre finanziert und soll zeigen, wie wissenschaftliche Forschung im Umweltbereich mittels Drohnen unterstützt werden kann.

In Nordirland wird dies beispielsweise an der Ostküste versucht, wo Naturphänomene wie die prismenartigen Basaltsäulen des Giant’s Causeway durch die ökologische Aufklärung der Besucher vor der Zerstörung durch den Massentourismus bewahrt werden. Der „National Trust“ arbeitet mit  Umweltschützern, Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen, privaten und öffentlichen  Grundbesitzern zusammen, um nachhaltigen Umweltschutz zu ermöglichen.

Die „St. Dominic’s“-Schule in Belfast war Gastgeber für die erste europäische Forschungswoche mit den Themen technologischer Fortschritt, Bewältigung von Umweltproblemen und Zukunftsforschung. Im kommenden Februar 2018 wird das KAG zur zweiten Arbeitswoche einladen, in der es um Umweltschutz und Drohneneinsatz in Bayern geht.

In der Zwischenzeit müssen die Schülerinnen und Schüler aller drei Schulen gemeinsam Lösungswege entwickeln, um sich auf die Herausforderungen der modernen Zukunftstechnologien einzustellen. Hier kommen die verschiedenen Automaten, wie Roboter und Drohnen ins Spiel, die das Leben zukünftig nachhaltiger beeinflussen werden, als wir es uns derzeit vorstellen können. Darauf machte in Belfast ein Workshop aufmerksam, der von pwc (Price Waterhouse Cooper) präsentiert wurde.

Das Projekt „Problem solving“ soll im Herbst 2018 mit einer weiteren Arbeitswoche in Iasi in Rumänien fortgesetzt werden. Bis dahin hoffen alle Beteiligten auf erste Erkenntnisse und Fortschritte im Umgang mit Umweltschäden, nicht nur in Deutschland, sondern in Rumänien ebenso wie in Großbritannien.

Hans-Joachim Fuhrig

Vorbereitungswochenende am KAG

Zu den Besuchern des Weihnachtsbasars am 2. Dezember 2016 zählten nicht nur die Eltern und Schüler unserer Schule, auch ausländisches Publikum hatte sich eingefunden: Fünf Kolleginnen und Kollegen aus zwei Schulen in Nordirland sowie eine Kollegin aus Iasi in Rumänien waren an diesem Wochenende unsere Gäste. Auf dem Programm stand für sie natürlich, Erding und München ein wenig kennen zu lernen. Neben der Besichtigung der Brauerei in Weihenstephan, dem Besuch des BMW Museums und des Münchner Christkindlmarkts standen auch das Kennenlernen der bayerischen Küche auf dem Programm.

Das Wichtigste an diesem Wochenende war allerdings der gemeinsame Austausch am Samstagvormittag. 15 Kolleginnen und Kollegen unserer Schule überlegten zusammen mit den ausländischen Gästen, wie eine Kooperation der vier Schulen in den kommenden Jahren aussehen könnte. Es wurde die Idee geboren, das Thema „Solving problems regarding to MINT/STEAM“ als Oberthema über die Zusammenarbeit zu stellen (STEAM ist der englische Begriff für die MINT-Fächer, bezieht aber „Arts“, also die „Künste“ mit ein). Im Rahmen des EU-Programms Erasmus + sollen Begegnungen von Schülern wie Lehrern aus den vier EU-Ländern finanziert werden.

In den nächsten Wochen wird der Projektantrag ausgearbeitet und beim Pädagogischen Austauschdienst eingereicht werden. Drücken Sie uns die Daumen, dass unsere Projektideen angenommen werden, denn dadurch können in den nächsten Jahren einige Ihrer Kinder von dem gemeinsamen Vorhaben profitieren. Und was ist in dieser Zeit wichtiger als der Austausch verschiedener Kulturen in Europa und der Blick über den eigenen Horizont?!

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