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Unterstufentheater: Er ist's - Ein Frühlingsabend

Die Schüler*innen, vorwiegend aus der 5. Jahrgangsstufe, die sich in diesem Schuljahr neu zu einer Theatergruppe zusammengefunden hatten, wagten im Mai 2019 ein ganz anderes Theaterformat: Aus den schauspielerischen Grundübungen heraus entwickelten sich mehrere Einzelelemente zum Thema „Frühling“. Dabei kamen Ausdrucksformen wie Improvisation, Pantomime, Tanztheater und Gedichtrezitation zum Einsatz.

Ausgangspunkt bildete das Mörike-Gedicht „Er ist‘s“, dessen Titel mit unterschiedlich begeistertem Ausdruck vorgetragen wurde. Das Gedicht selbst wurde in Form eines „Kanons“ mit visueller Begleitung durch blaue Gymnastikbänder rezitiert. Außerdem wurde den Darsteller*innen eine „Blackbox“ präsentiert, auf deren frühlingshaften Inhalt sie mimisch und gestisch reagierten.

Die pantomimischen „Parkbankszenen“ zu Walzerbegleitung haben den Darsteller*innen besonders viel Spaß gemacht. Dabei wurden verschiedene Rollen vereinbart und zunächst durch Improvisation miteinander in Interaktion gebracht.

Im dritten Teil war die ursprüngliche Inspiration die Frage: „Was würden Tiere im Frühling machen, wenn sie Menschen wären?“.  Das Verhalten verschiedener Tierarten wurde in menschliches Verhalten „übersetzt“ und in Improvisationen vorgestellt.

Der „Bandltanz“ war insofern speziell, als er nicht wie gewohnt mit musikalischer Begleitung unterlegt war, sondern stattdessen bei jeder Begegnung ein freundliches „Griaß di“ ausgetauscht wurde.

Schließlich wurde sogar noch ein tänzerisches Element in das Konzept integriert. Ausgehend von dem Ballet-Russes-Stück „Le Sacre du Printemps“ von Igor Stravinsky wurde ein „Widerstreit der Elemente“ dargestellt, in dem der Frühling schließlich den Winter vertreibt und Eis und Schnee in Blüten verwandelt.

Die Darsteller*innen hatten sichtlich Freude an den Proben und der Aufführung, auch wenn teilweise ungewohnte und offene Ansätze an sie herangetragen worden waren.  Das minimalistische Bühnenbild wurde durch die vom Wahlkurs Kostüm- und Bühnengestaltung hergestellten Requisiten, unter anderem einen großen Maibaum für den Bandltanz, belebt. Einlagen des Unterstufenchors lockerten die Vorstellung auf.

Viele der Teilnehmer*innen des Wahlkurses, die durch die verschiedenen Arten der Darbietung neue Theaterformen kennengelernt hatten, haben schon ihre Vorfreude auf das nächste Theaterjahr zum Ausdruck gebracht. Hoffentlich werden viele von ihnen dem Theater erhalten bleiben!

Selma Akit

Mittelstufentheater: „Leben des Galilei“

„Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“ Dieses Zitat stammt aus Bertolt Brechts „Leben des Galilei“, mit dem wir, das Mittelstufentheater unter der Leitung von Dr. David Neu, uns dieses Jahr beschäftigt haben. Der Professor für Mathematik und Physik Galileo Galilei (Elliott Arena, 10C) macht mithilfe seines Schülers Andrea (Simon Kehm, 9D) und des gerade neu erfundenen Teleskops eine große Entdeckung: Die Erde dreht sich um die Sonne. Nicht nur seine Gehilfin und Mitbewohnerin Frau Sarti (Luise Neueder, 10C) möchte ihm nicht so recht glauben, sondern auch die „Obrigkeit“, samt Universität und kirchlicher Oberhäupter. Trotz zahlreicher Beweise und der Unterstützung mancher Wissenschaftler, auch Kleriker befinden sich darunter, gelingt es ihm nicht, sich durchzusetzen. Er wird gezwungen seine Lehre zu widerrufen und das alte, falsche ptolemäische Weltbild der Kirche (alles dreht sich um die Erde) zu lehren.

Wir als Theatergruppe machen uns bei der Inszenierung natürlich Gedanken über das Stück, um uns zu helfen, den Stoff so überzeugend wie möglich an das Publikum weiterzugeben. Ein Aktualitätsbezug hilft da ungemein. Wie im oberen Zitat ersichtlich, spielt die Wahrheit im Drama eine große Rolle. Im Zeitalter von „Fake News“ und „alternativen Fakten“ muss man sich doch zweimal überlegen, ob diese Meldung nun stimmt oder nicht. Galileo Galilei hatte im 17. Jahrhundert schon mit „alternativen Fakten“ zu kämpfen und doch wissen wir heute, dass seine Forschungen sehr wichtig für den Fortschritt der Menschheit waren. Das gibt uns Hoffnung und Mut, uns immer weiter zu informieren, Dinge zu hinterfragen und auch mal kritisch zu sein mit der Welt um uns herum. So hoffen wir auch unseren Zuschauern diese „Message“, wie man in heutigem Denglisch sagt, ein Stückchen näher zu bringen.

Ein solches Theaterstück stellt sich nicht von alleine auf die Beine, weshalb wir uns bei bestimmten Leuten noch ganz herzlich bedanken wollen. Ein riesengroßes Dankeschön vor allem an Herrn Neu, der dieses Jahr sein letztes Jahr in der Theaterarbeit verbracht hat. Die letzten drei Jahre wären ohne Sie nur halb so schön gewesen! Danke auch an die Technik, die uns immer gut mit Licht und Ton versorgt hat. Ohne die Hausmeister wäre unsere Bühne wohl auch nicht so reibungslos aufgestellt worden, weshalb auch ihnen ein großer Dank gebührt. Vielen Dank auch an Frau Schade, die uns immer wieder mit guten Tipps und Tricks unterstützt hat. Für das großartige Bühnenbild müssen wir uns bei Herrn Wittmann und seinem Wahlfach Bühnengestaltung herzlich bedanken! Insgesamt Danke an alle Beteiligten, auch an die Eltern für das viele Fahren, denn ohne euch wären die Wochenend- und Nachmittagsproben noch stressiger geworden!

Luise Neueder und Elliott Arena (10C)

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