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KAG goes West

Am letzten Freitag der Sommerferien starteten 24 Schüler*innen des KAG mit ihren beiden Begleitlehrkräften Susanne Falkenstein und Alexander Korfhage in ein 17-tägiges Abenteuer ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Der mittlerweile sechste Schüleraustausch unseres Gymnasiums mit der Novi High School (NHS) in der Nähe von Detroit, Michigan, sollte – nicht zuletzt dank der Unterstützung von GAPP (German-American-Partnership-Program) für alle Beteiligten eine tolle Erfahrung von unschätzbarem Wert werden.

Der Abschied am Münchener Flughafen fiel dem ein oder anderen noch sichtlich schwer, doch als wir nach einer Vielzahl an Sicherheitskontrollen – wie üblich bei Reisen in die USA – im Flugzeug saßen, wichen auch die letzten wehmütigen Gedanken schnell der Aufregung und Vorfreude auf eine horizonterweiternde Erfahrung. Wie wird mich meine Gastfamilie aufnehmen? Reichen meine Englischkenntnisse aus, um alleine klarzukommen? Schaffe ich es, mich gegenüber den Amerikaner*innen zu öffnen? Dies sind nur einige der vielen Fragen, die den meisten von uns während des Fluges durch den Kopf gingen.

In Detroit angekommen, ging dann alles plötzlich ganz schnell. Der Empfang der Gastfamilien war so herzlich und vereinnahmend, dass kaum noch Zeit blieb einander einen guten Start zu wünschen. Und dann ging es auch schon los mit den Eindrücken: Das Tastefest, ein Food Festival inklusive Ame-rican Footballspiel, an der Novi High School (NHS) bildete den Start in eine unvergessliche Zeit. Nach dem ersten Wochenende, an dem bereits tolle Ausflüge mit den Gastfamilien unternommen wurden, begleiteten wir ab Montag zwei Wochen lang unsere Austauschpartner*innen in den Unterricht. Auf diese Weise durften wir das amerikanische Schulsystem hautnah erleben. Neben dem Schulalltag gab es noch zahlreiche Zusatzprojekte, wie z.B. die Besichtigung der Novi Fire Station, unser Wochenend-ausflug zu den Sleeping Bear Dunes am Lake Michigan sowie eine geführte Tour durch das berühmte Motown Museum in Detroit. Letzteres war Teil unseres Musik-Projekts, welches den interkulturellen Austausch intensivierte. Dabei wurde unter anderem ein original Motown-Song (The Temptations – My Girl) einstudiert und gemeinsam mit Orchester und Chor der NHS gesungen. Weiterhin versuchten wir uns durch das Halten von Referaten über bayerische und deutsche Kultur als Botschafter*innen unseres Landes. Dies war sowohl für die amerikanischen Schüler*innen, als auch für uns sehr gewinnbringend.

Abgesehen von der schieren Größe der Schule beeindruckten uns insbesondere die tollen Sportanlagen (inklusive Schwimmbad, zwölf Tennisplätzen und eigenem Fitnessstudio) sowie die Wahlmöglichkeiten bei den Unterrichtsfächern (man kann z. B. in einer Autowerkstatt arbeiten oder in einem TV-Studio selbst als Nachrichtensprecher fungieren). Natürlich fielen uns auch einige Dinge auf, die für uns erstmal gewöhnungsbedürftig waren. So gibt es an der NHS keine Handyregelung, was dazu führt, dass das Smartphone auch während des Unterrichts teilweise exzessiv benutzt wird. Auch unser – unter anderem durch die Fridays-for-Future-Bewegung geschaffenes – Umweltbewusstsein wurde bei der Benutzung von Plastikgeschirr und -besteck in der Mensa oder bei Größe, Verbrauch und Nutzung der Autos in Michigan durchaus auf die Probe gestellt. Doch dank der fast einjährigen Vorbereitung im Rahmen des Wahlkurses von Frau Falkenstein gelang es uns, auch schwierigen Situationen mit der richtigen Einstellung entgegenzutreten. Es ist unbeschreiblich wertvoll so intensiv in eine andere Kultur eintauchen zu können. Egal ob die Erfahrungen atemberaubend schön oder eher herausfordernd waren, sie waren in jedem Fall bereichernd für unser weiteres Leben! Dass während des Aufenthalts auch echte Freundschaften entstanden, zeigte sich bei der Verabschiedung unserer Austauschpartner*innen, bei der doch die ein oder andere Träne vergossen wurde.

Vor dem Rückflug hatten wir noch Gelegenheit die Weltstadt Chicago zu besichtigen. Da viele von uns noch nie in einer Stadt von solchen Dimensionen waren, stellte dieser Besuch auf jeden Fall ein weiteres Highlight unseres Austausches dar. Und so fielen wir am Mittwoch, den 25. September 2019, nach unserer Ankunft in München unseren Familien in die Arme. Im Gepäck eine gehörige Portion Lebenserfahrung, Weltoffenheit, Toleranz, Kompromissbereitschaft, Teamfähigkeit, Selbstvertrauen, Reflexionsfähigkeit und Unabhängigkeit!

Nähere Informationen folgen Ende November/Anfang Dezember. Diese werden auf der Homepage...

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