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Schulentwicklung

Schulentwicklung ist eines der zentralen Schlagworte in der aktuellen Bildungsdiskussion und seit mehr als zehn Jahren zum wichtigen Dauerbrenner-Thema an den bayerischen Schulen geworden. Schulentwicklung sucht neue Wege, wie Schule gestaltet werden kann und wie wichtigen Anliegen der Gesamterziehung an einer Schule Rechnung getragen werden kann.

Das Erproben neuer Formen des Lehrens und Lernens, die Mitwirkung von Schülerinnen und Schülern am gesamten Schulleben, die Zusammenarbeit mit den Eltern, die Gestaltung von Konferenzen und Mitarbeitergesprächen, die Verbesserung von Kommunikation und Teamentwicklung im Kollegium, die Öffnung der Schule nach außen sowie die Bereitschaft zu Verantwortungsübernahme sind Themen der Schulentwicklung.

Schulentwicklung im Schuljahr 2018/2019

Denken wir darüber nach, was dieses Schuljahr ausgemacht hat, kristallisieren sich zwei Begriffe heraus, die quasi als Auftrag an die Schulgemeinschaft des KAG aus dem vorangegangenen Schuljahr im Raum standen und die unser Miteinander in diesem Schuljahr geprägt haben: Vertiefung von bereits Erreichtem und Weiterentwicklung. Beide Begriffe hängen eng miteinander zusammen, im Idealfall bedingen sich das eine und das andere. Die externe Evaluation im Schuljahr 2017/18 ergab zwei große Handlungsfelder: Im Kernbereich „Unterricht“ soll daran gearbeitet werden, die „Förderung der Schüler*innen“ in den Mittelpunkt der schulischen Arbeit zu stellen, ebenso wie das „eigenverantwortliche Lernen“ zu entwickeln und zu stärken. Der zweite Handlungsauftrag war die Förderung der innerschulischen Kommunikation sowie die Vernetzung auf allen Ebenen. In diesem Spannungsfeld ist dieses Schuljahr verlaufen – Bewahrung und Weiterentwicklung dessen, was wir sind: Erstens eine Schule mit dem Ziel, Bildung als Zuwachs von Wissen und gleichzeitig Erwerb von sozialen Kompetenzen und Verantwortungsbewusstsein zu sehen und zweitens eine Schule, die ihre Vielfalt als Chance für die Entfaltung der unterschiedlichen Persönlichkeiten und Fähigkeiten begreift.

Die Unterrichtsentwicklung voranzubringen hat sich der Arbeitskreis Unterrichtsqualität in diesem Schuljahr zum Ziel gesetzt. Zum einen wurden Evaluationsbögen erarbeitet, mit deren Hilfe Schüler*innen die Qualität ihrer Arbeit selbst bewerten können und somit ein Bild davon bekommen, was sie in ihrem Unterricht tun. Zum anderen wurde daran gearbeitet, ein Vorgehen zu entwickeln, wie Schüler*innen noch nachhaltiger und besser gefördert werden können und wie deren Selbstverantwortung gestärkt werden kann. Dabei wird nicht nur darüber nachgedacht, wie Schüler*innen mit Defiziten besser werden können, sondern auch darüber, wie guten Schüler*innen ein attraktives Angebot gemacht werden kann, neue Interessengebiete zu erkunden. Die Ideen, die derzeit angedacht sind, werden im nächsten Schuljahr umgesetzt und erprobt werden.

Unterrichtsentwicklung heißt für uns auch, für den Medieneinsatz ein schlüssiges Curriculum zu entwickeln und dies umzusetzen. Derzeit wird dabei vor allem an einem guten Konzept für die Nutzung der Tablets in der Tablet-Klasse gearbeitet. Nach den Erfahrungen der beiden letzten Jahre sind Herausforderungen offenbar geworden, an deren Bewältigung gearbeitet wird. Noch deutlicher wurden jedoch die Chancen, die der Unterricht mit den modernen Medien im Hinblick auf Individualisierung und individuelle Förderung bietet.

Teamentwicklung – ein modernes und oft gebrauchtes Schlagwort – geschieht nicht immer von selbst. Umso schöner ist es, dass vieles, was in den vergangenen Monaten entstanden ist, gerade darauf zurück zu führen ist. Entscheidende Impulse gab dabei die Steuergruppe, die in zwei ihrer Sitzungen Vertreter*innen der SMV, des pädagogischen Teams sowie des AK Unterrichtsqualität eingeladen hat. Spannend war es, voneinander zu erfahren, an welchen Themengebieten gearbeitet wird und wo sich Themengebiete überlappen oder berühren. Der gemeinsame Austausch bereichert alle, und das Voneinander-Wissen schafft Verbundenheit und gegenseitige Wertschätzung. Nicht zuletzt dient es der Vernetzung der pädagogischen Arbeit, die direkt den Schüler*innen zugutekommt. Diese Vernetzung weiter zu führen, sieht die Steuergruppe als eine ihrer Aufgaben auch im kommenden Schuljahr.

Auch der pädagogische Nachmittag im April hat in Sachen Unterrichtsentwicklung und Vernetzung einen eigenen Akzent gesetzt. In verschiedenen Arbeitsgruppen haben alle Kolleg*innen von verschiedenen Seiten her das Thema „Unterricht“ und „Vernetzung“ in Angriff genommen. Der Steuergruppe als Vorbereitungsteam war es wichtig, dass in den Arbeitsgruppen Themen bearbeitet werden, die allen Kolleg*innen wichtig sind. So wurde ein neues Handykonzept erarbeitet, das im Mai und Juni des Schuljahres erprobt worden ist. Sehr eng angelehnt an die Schulordnung wurde es von den Schüler*innen gut angenommen und von vielen Kolleg*innen in der Durchsetzung mitgetragen. Weitere Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit den Themen „Erarbeitung eines Präsentations-Curriculums, Austausch der Erfahrungen in der Arbeit in der Tablet-Klasse, Erarbeitung eines Konzepts zur Schulung der Medienkompetenzen bei Schüler*innen sowie die Erarbeitung eines Elternarbeitskonzepts in Bezug auf Mediennutzung. In den verschiedenen Gruppen sind viele Impulse gesetzt worden, die wir in den nächsten Monaten nicht aus den Augen verlieren dürfen, da sie wichtige Aspekte im Hinblick auf Förderung und Kompetenzentwicklung unserer Schüler*innen beinhalten.

Die SMV hat in diesem Schuljahr ihren ganz eigenen Beitrag zur Vernetzung und Kommunikation geleistet. Nicht nur, dass die drei Schülersprecher*innen Tobias, Niklas und Jule als wirklich tolles, nämlich ideenreiches und effektives Team aufgetreten sind – es ist ihnen mit der Unterstützung ihrer Verbindungslehrkräfte Frau Wächtler und Herr Wittmann gelungen, die Klassensprecher*innen stärker und verantwortungsvoller in die SMV-Arbeit einzubinden. Die mehrmalige Einberufung von Jahrgangsstufenversammlungen in der Aula hat auch in der Schülerschaft ein neues Bewusstsein geschaffen, an Veränderungen mitarbeiten zu können.

Auch in der Elternarbeit ist die Bedeutung des Teams in den Fokus gerückt. Gelungene Beispiele dafür sind die Beteiligung am Tag der offenen Tür sowie am Sommerfest. Die Arbeit daran, dass Eltern als Teil der Schulfamilie noch mehr Verantwortung übernehmen, wird auch im nächsten Schuljahr fortgeführt werden. In den Gesprächen des AK KESCH (Kooperation Eltern-Schule) ist deutlich geworden, dass gerade im Hinblick auf die Herausforderungen der Digitalisierung und einer zunehmend heterogenen Gesellschaft die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule neu gedacht werden muss und neue Formen der Zusammenarbeit gefunden werden müssen.

Entwicklung war aber auch noch an anderen Stellen in diesem Schuljahr spürbar. Vor dem Hintergrund der „Fridays-for-future“-Bewegung begann ein neues Bewusstsein für unsere Umwelt zu entstehen – auch bei uns am KAG. Angestoßen durch zwei Jahrgangsstufenversammlungen fingen unsere Schüler*innen an, aktiv zu werden im Hinblick darauf, wie die Umwelt von uns besser geschützt werden kann und was wir alle dazu beitragen können. Forderungen nach der Verwendung von Öko-Kopierpapier sowie einer verbesserten Mülltrennung werden demnächst umgesetzt. Doch nicht nur den Schüler*innen wurde das Thema Umwelt zum Anliegen, auch vielen Lehrkräften. Durch verschiedene Arbeitskreise und das Thematisieren im Unterricht versuchen die Kolleg*innen, gemeinsam mit den Schüler*innen für Umweltbewusstsein zu sensibilisieren und konkret etwas dafür zu tun.

Nein, in diesem Schuljahr gab es nichts wirklich Neues und auch keine Preise, die wir als KAG gewonnen haben. Und dennoch: Das, was entstanden ist, hilft uns, unser Profil zu schärfen im Sinne dessen, dass das, was wir sind, mit Leben gefüllt wird. Sei es unsere Schulverfassung mit den großen Themen gegenseitige Wertschätzung, Stärkung des sozialen Miteinanders und Bewahrung der Umwelt, die internationale Ausrichtung unserer Schule als Europaschule oder das Profil der Umweltschule und gesunden Schule. Auf diesem Weg weiterzugehen und noch konkreter zu werden, wird Aufgabe des kommenden Schuljahres sein.

Regine Hofmann

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