Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

Sprachliches, naturwissenschaftlich-technologisches

und musisches Gymnasium

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Das Flexibilisierungsjahr

Eine weitere Neuerung am bayerischen Gymnasium wird zum Schuljahr 2013 / 14 eingeführt: „das Flexibilisierungsjahr“. Es gibt zwei Varianten des Flexibilisierungsjahrs: das Flexibilisierungsjahr in Jahrgangsstufe 8 bzw. 9 (Variante 1, siehe unten)  und das Flexibilisierungsjahr nach den Jahrgangsstufen 8, 9 oder 10 (Variante 2, siehe unten). Eine der beiden Varianten können die Schülerinnen und Schüler einmal in der Mittelstufe (Jahrgangsstufen 8, 9 oder 10) wahrnehmen.

Eine kumulative Inanspruchnahme beider Varianten ist nicht möglich. Die Möglichkeit des freiwilligen Wiederholens gemäß § 67 GSO Abs. 1 bleibt daneben bestehen.

Variante 1

Diese Variante des Flexibilisierungsjahrs ermöglicht es Schülerinnen und Schülern, die individuelle Lernzeit benötigen, um Lerninhalte zu vertiefen und zu festigen oder persönliche Begabungen durch Wahrnehmung schulischer und außerschulischer Angebote zu entwickeln, die Jahrgangsstufen 8, 9 bzw. 10 freiwillig zu wiederholen oder spätestens zwei Wochen nach Ende des Halbjahres, also im Anschluss an die Aushändigung des Zwischenzeugnisses bzw. des Zeugnisses über den Ausbildungsabschnitt 11/1, in diese Jahrgangsstufen zurückzutreten und dabei vom Unterricht in Fächern, die nicht Kernfächer sind, im Umfang von bis zu sechs

Wochenstunden befreit zu werden. Voraussetzung ist, dass sie die Erlaubnis zum Vorrücken in die Jahrgangsstufen 9, 10 bzw. 11 erlangt haben. Der Antrag ist von den Erziehungsberechtigten am Ende der Jahrgangsstufen 8, 9 bzw. 10 oder spätestens im Anschluss an die Aushändigung des Zwischenzeugnisses bzw. des Zeugnisses über den Ausbildungsabschnitt 11/1 zu stellen. Dem hat auch hier ein Beratungsgespräch mit der Schule vorauszugehen, in dem erörtert wird, ob die Inanspruchnahme eines solchen Flexibilisierungsjahrs für die jeweilige Schülerin bzw. den jeweiligen Schüler die richtige Unterstützung darstellt und welche Konsequenzen sich durch die Inanspruchnahme des Flexibilisierungsjahrs für einen etwaigen späteren Schulartwechsel ergeben. Ebenso wie bei Variante 1  in Jahrgangsstufe 8 bzw. 9 liegt die Entscheidung, von welchen Fächern befreit wird, weitgehend in der Verantwortung der Schule. Vom Besuch des Unterrichts in Kernfächern ist eine Befreiung grundsätzlich nicht möglich, da hier der Kontinuität des Unterrichts besondere Bedeutung zukommt. Eine Ausnahme ist jedoch für Kernfächer der Jahrgangsstufe 10, die in der Qualifikationsphase nicht fortgeführt werden, vorgesehen. Von diesen Kernfächern kann befreit werden, wenn die Nichtfortführung schriftlich durch die Erziehungsberechtigten erklärt wird. In diesem Fall ist ein kontinuierlicher Unterricht nicht mehr erforderlich; die Inhalte des betreffenden Fachs wurden bereits beim Besuch der Jahrgangsstufe 10 im ersten Durchlauf vermittelt. Überdies kann in Jahrgangsstufe 10 vom Unterricht im Umfang von bis zu acht Wochenstunden befreit werden, um zu ermöglichen, dass die Schülerinnen und Schüler gegebenenfalls drei Fächer ablegen können. Die Entscheidung über die Befreiung von einzelnen Fächern liegt im Ermessen der Schulleiterin bzw. des Schulleiters. Maßgeblich für die Ermessensentscheidung ist, ob erwartet werden kann, dass die Schülerin bzw. der Schüler trotz Ablegens des betreffenden Fachs im nächsten Schuljahr das Ziel der Jahrgangsstufe erreicht. Die dadurch geschaffene zeitliche Entlastung können die Schülerinnen und Schüler dazu nutzen, von der Schule angebotenen ergänzenden und auf die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler zugeschnittenen Unterricht, den die Schule eigenverantwortlich, entsprechend ihrer organisatorischen Möglichkeiten und im Rahmen der ihr zur Verfügung stehenden Mittel einrichtet, zur Unterstützung und Förderung in Anspruch zu nehmen. Diesen haben sie verpflichtend zu besuchen.

Bei einem Rücktritt bis spätestens zum Halbjahr zwecks Inanspruchnahme eines derartigen Flexibilisierungsjahrs sind dementsprechend die Regelungen zur Befreiung sowie zum ergänzenden Unterricht nur hinsichtlich des noch zu absolvierenden Teils des Schuljahres anzuwenden. Bei Wahrnehmung des Flexibilisierungsjahrs am Ende des Ausbildungsabschnitts 11/1, absolvieren die Schülerinnen und Schüler im zweiten Halbjahr das Flexibilisierungsjahr. in Jahrgangsstufe 10; die Ergebnisse des Ausbildungsabschnitts 11/1 verfallen.

Variante 2

Die zweite Variante des Flexibilisierungsjahrs in Jahrgangsstufe 8 bzw. 9 sieht vor, dass einzelne Schülerinnen und Schüler sich – mit Blick voraus – vor Eintritt in die betreffende Jahrgangsstufe oder bis spätestens zwei Wochen nach Ende des Halbjahres der Jahrgangsstufe 8 bzw. 9 dafür entscheiden können, die Jahrgangsstufe 8 oder die Jahrgangsstufe 9 in zwei Schuljahren – bei einer späteren Entscheidung entsprechend kürzer – zu durchlaufen. Die Erziehungsberechtigten können einen entsprechenden Antrag am Ende der Jahrgangsstufe 7 bzw. 8 stellen. Dem hat ein Beratungsgespräch mit der Schule vorauszugehen, in dem erörtert wird, ob die Inanspruchnahme eines solchen Flexibilisierungsjahrs für die jeweilige Schülerin bzw. den jeweiligen Schüler die richtige Unterstützung darstellt und welche Konsequenzen sich durch die Inanspruchnahme des Flexibilisierungsjahrs für einen etwaigen späteren Schulartwechsel ergeben. Für Schülerinnen und Schüler, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, dauert der Ausbildungsabschnitt für Jahrgangsstufe 8 bzw. 9 zwei Schuljahre. Die Teiljahrgangsstufen 8.1 bzw. 9.1, also das jeweils erste Halbjahr, absolvieren die Schülerinnen und Schüler im ursprünglichen Klassenverband, zum Besuch der Teiljahrgangsstufen 8.2 bzw. 9.2, also dem 2. Halbjahr, wechseln sie in einen Klassenverband der nachfolgenden Jahrgangsstufe. Um die Lernzeit zu strecken und eine zeitliche Entlastung herbeizuführen, ist vorgesehen, dass diese Schülerinnen und Schüler vom Unterricht in Fächern, die nicht Kernfächer sind, im Umfang von jeweils bis zu sechs Wochenstunden befreit werden können. Voraussetzung ist, dass sie im Flexibilisierungsjahr in Jahrgangsstufe 8 bzw. 9 alle in der Stundentafel vorgesehenen Fächer zumindest für die Dauer eines Schuljahres besuchen.

Von welchen Fächern befreit wird, liegt weitgehend in der Verantwortung der Schule. Vom Besuch des Unterrichts in Kernfächern ist allerdings eine Befreiung grundsätzlich nicht möglich, da hier der Kontinuität des Unterrichts besondere Bedeutung zukommt. Eine Ausnahme ist für in Jahrgangsstufe 8 neu einsetzende Kernfächer vorgesehen, von denen in Teiljahrgangsstufe 8.1 ebenfalls befreit werden kann. Die Entscheidung über die Befreiung von einzelnen Fächern liegt im Ermessen der Schulleiterin bzw. des Schulleiters. Maßgeblich für die Ermessensentscheidung ist, ob erwartet werden kann, dass die Schülerin bzw. der

Schüler trotz Ablegens des betreffenden Fachs das Ziel der Jahrgangsstufe 8 bzw. 9 erreicht. Durch die zeitliche Entlastung werden Freiräume geschaffen, die die Schülerinnen und Schüler gezielt für zusätzliche Unterstützungs- und Förderangebote nutzen können. Das Angebot richtet die Schule eigenverantwortlich, entsprechend ihrer organisatorischen Möglichkeiten und im Rahmen der ihr zur Verfügung stehenden Mittel, ein. Es orientiert sich an den individuellen Bedürfnissen der betroffenen Schülerinnen und Schüler. Dadurch können diese sich auf die Grundlagenfächer konzentrieren und Lerninhalte festigen. Soweit die Schule solchen ergänzenden Unterricht anbietet, ist der Besuch für die betreffenden Schülerinnen und Schüler verpflichtend.

In Jahrgangsstufe 10 ist die Einrichtung der hier beschriebenen Variante des Flexibilisierungsjahrs nicht möglich, da sich die gymnasiale Oberstufe in eine einjährige Einführungs- und eine zweijährige Qualifikationsphase gliedert. Eine sich über zwei Jahre erstreckende Jahrgangsstufe 10 ist damit ausgeschlossen.

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