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Mittelstufentheater: „Leben des Galilei“

„Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“ Dieses Zitat stammt aus Bertolt Brechts „Leben des Galilei“, mit dem wir, das Mittelstufentheater unter der Leitung von Dr. David Neu, uns dieses Jahr beschäftigt haben. Der Professor für Mathematik und Physik Galileo Galilei (Elliott Arena, 10C) macht mithilfe seines Schülers Andrea (Simon Kehm, 9D) und des gerade neu erfundenen Teleskops eine große Entdeckung: Die Erde dreht sich um die Sonne. Nicht nur seine Gehilfin und Mitbewohnerin Frau Sarti (Luise Neueder, 10C) möchte ihm nicht so recht glauben, sondern auch die „Obrigkeit“, samt Universität und kirchlicher Oberhäupter. Trotz zahlreicher Beweise und der Unterstützung mancher Wissenschaftler, auch Kleriker befinden sich darunter, gelingt es ihm nicht, sich durchzusetzen. Er wird gezwungen seine Lehre zu widerrufen und das alte, falsche ptolemäische Weltbild der Kirche (alles dreht sich um die Erde) zu lehren.

Wir als Theatergruppe machen uns bei der Inszenierung natürlich Gedanken über das Stück, um uns zu helfen, den Stoff so überzeugend wie möglich an das Publikum weiterzugeben. Ein Aktualitätsbezug hilft da ungemein. Wie im oberen Zitat ersichtlich, spielt die Wahrheit im Drama eine große Rolle. Im Zeitalter von „Fake News“ und „alternativen Fakten“ muss man sich doch zweimal überlegen, ob diese Meldung nun stimmt oder nicht. Galileo Galilei hatte im 17. Jahrhundert schon mit „alternativen Fakten“ zu kämpfen und doch wissen wir heute, dass seine Forschungen sehr wichtig für den Fortschritt der Menschheit waren. Das gibt uns Hoffnung und Mut, uns immer weiter zu informieren, Dinge zu hinterfragen und auch mal kritisch zu sein mit der Welt um uns herum. So hoffen wir auch unseren Zuschauern diese „Message“, wie man in heutigem Denglisch sagt, ein Stückchen näher zu bringen.

Ein solches Theaterstück stellt sich nicht von alleine auf die Beine, weshalb wir uns bei bestimmten Leuten noch ganz herzlich bedanken wollen. Ein riesengroßes Dankeschön vor allem an Herrn Neu, der dieses Jahr sein letztes Jahr in der Theaterarbeit verbracht hat. Die letzten drei Jahre wären ohne Sie nur halb so schön gewesen! Danke auch an die Technik, die uns immer gut mit Licht und Ton versorgt hat. Ohne die Hausmeister wäre unsere Bühne wohl auch nicht so reibungslos aufgestellt worden, weshalb auch ihnen ein großer Dank gebührt. Vielen Dank auch an Frau Schade, die uns immer wieder mit guten Tipps und Tricks unterstützt hat. Für das großartige Bühnenbild müssen wir uns bei Herrn Wittmann und seinem Wahlfach Bühnengestaltung herzlich bedanken! Insgesamt Danke an alle Beteiligten, auch an die Eltern für das viele Fahren, denn ohne euch wären die Wochenend- und Nachmittagsproben noch stressiger geworden!

Luise Neueder und Elliott Arena (10C)

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