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(B)recht gemacht

Sehr großer Aufwand war nötig, um ein solches Projekt auf die Beine zu stellen. Aber am Ende waren alle rundum glücklich, denn sie haben es geschafft. Sie haben das Riesenvorhaben, nämlich als Unterstufenschüler ein anspruchsvolles Stück des großen Autors Bertolt Brecht altersgerecht umzusetzen, nicht nur erfüllt, sondern damit das Premierenpublikum regelrecht begeistert.

An zwei Abenden war die Aula sehr gut besucht, bei der zweiten Aufführung mussten sogar zusätzliche Stühle herangeschafft werden, denn es hatte sich nicht nur in der Schule herum gesprochen, dass es da etwas Außergewöhnliches zu sehen gab.

Die 24 Mädchen und zwei Jungen der 6. und 7. Klasse, unterstützt von drei Mädchen aus der 8. Klasse haben es sich aber auch nicht leicht gemacht. Seit September trafen sie sich wöchentlich, um Grundlagentraining zu machen und sich allmählich dem komplexen Stück zu nähern. Nach den Weihnachtsferien reichten diese Termine dann nicht mehr aus und es kamen zahlreiche Proben an den Wochenenden hinzu. Höhepunkt der Probenarbeit war ein Intensiv-Wochenende in der Jugendherberge Bairawies. Während der letzten 10 Tage traf man sich dann fast täglich. Parallel zur schauspielerischen Arbeit lief die Herstellung der Kostüme und Bühnenausstattung. Den Mädchen um Frau Klinger gelang es meisterlich, alle 29 Schauspieler mit individuellen und passenden Kostümen auszustatten und unsere Idee umzusetzen, die Bühne fast ausschließlich mit  Umzugskartons zu bestücken. Und schließlich galt es auch für die exzellente Technik-Gruppe, sich in das Stück und die Inszenierung einzuarbeiten, den Soundtrack und Geräusche einzuspielen und natürlich die Beleuchtung einzurichten.

So entstanden 90 konzentrierte, ernsthafte und zugleich heitere Minuten, die die Zuschauer in ihren Bann zogen. Die Geschichte von Grusche und dem verlassenen Kind, das sie trotz ihrer Armut aufnimmt, von der Liebe zu ihrem Simon und die ernsthafte Frage, wer denn eine richtige Mutter sei, geklärt durch die berühmte „Probe mit dem Kreidekreis“, wurde von den Spielerinnen und Spielern anrührend und zugleich, etwa mittels der zwischen den Zuschauern agierenden Erzähler und der reduzierten Bühnengestaltung, im Sinne Brechts „episch“ dargeboten. Ein riesiges Lob allen Beteiligten!

Gerhard Häußler

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