Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

Sprachliches, naturwissenschaftlich-technologisches

und musisches Gymnasium

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Moderne Multimediaausstattung ermöglicht Inklusion langzeiterkrankter Schüler

Es ist schlimm genug, wenn Kinder durch eine Krankheit längere Zeit beeinträchtigt sind. Das Korbinian Aigner Gymnasium Erding ermöglicht ihnen nun – wenn es die Krankheit erlaubt – am Unterricht von zu Hause teilzunehmen. Dadurch versäumen sie keinen Lehrstoff und, was noch wichtiger ist, sie bleiben in den Klassenverband integriert.

Im Jahr 2013 hat der Landkreis Erding alle weiterführenden Landkreisschulen mit einer modernen Multimediainfrastruktur ausgestattet. In jedem Unterrichtsraum wurde ein interaktives Whiteboard mit Beamer und Lautsprecher installiert. Die ebenfalls installierten PCs verfügen über einen Interanschluss. Eine Dokumentenkamera (Visualizer), mit deren Hilfe alle Gegenstände, wie z.B. Buchseiten, auf das Whiteboard projiziert werden können, rundet die Multimediaausstattung perfekt ab.

Da Inklusion immer wichtiger wird, haben wir uns am Korbinian-Aigner-Gymnasium dazu entschieden, die moderne Ausstattung der Schule zu nutzen und uns an die Bedürfnisse langzeiterkrankter Schüler anzupassen, so dass diese nicht durch ihre Krankheit vom Unterricht ausgegrenzt sind.

Die oben beschriebene Ausstattung der Schule bietet dazu die Grundlage. Der Schüler benötigt zu Hause lediglich einen PC oder Laptop mit Internetanschluss (8 Mbit Bandbreite sind völlig ausreichend), ein am PC oder Laptop angeschlossenes Headset und idealerweise einen Drucker, d.h. eine Ausstattung, die in der Regel in jedem Haushalt vorhanden ist. Die meisten Krankenhäuser bieten eine WLAN-Verbindung an, so dass diese Art der Inklusion mit Hilfe eines Laptops auch hier möglich ist. Es muss lediglich die Kollaborationssoftware Skype, die für den Schüler kostenlos ist, zuvor installiert werden.

Die Einbindung eines langzeiterkrankten Schülers in den Unterricht ist damit für jeden Lehrer am Korbinian-Aigner-Gymnasium einfach möglich. Zu Unterrichtsbeginn startet der Lehrer lediglich Skype auf dem Klassenraum-PC und baut darin mit einem Klick eine Verbindung zum Schüler auf, der bereits zu Hause oder im Krankenhaus ebenfalls die Kollaborationssoftware gestartet hat. Ab diesem Zeitpunkt hört der Schüler über sein Headset alles, was der Lehrer in sein kabelloses Headset spricht und sieht alles auf seinem PC, was der Lehrer an das interaktive Whiteboard schreibt, denn all das überträgt die Kollaborationssoftware auf den PC des Schülers.

Die Inklusion geht jedoch noch weiter, da der Schüler aktiv in den Unterricht eingebunden werden kann: Stellt der Lehrer nun eine Frage, so kann der langzeiterkrankte Schüler auch darauf antworten, indem er in sein Headset spricht. Die Antwort ertönt sogleich aus den Klassenzimmer-Lautsprechern, für Schüler und Lehrer in perfekter Qualität hörbar.

An dieser Stelle könnte man auch an eine Videoübertragung der Klasse denken, so dass der erkrankte Schüler diese zu Hause sehen kann. Diese haben wir aber aus zwei Gründen nicht durchgeführt. Zum einem ist dies datenschutzrechtlich bedenklich und zum anderen müsste die Internetbandbreite deutlich größer sein. Die Rückmeldung der betroffenen Schülerin ergab, dass eine Videoübertragung keinen großen Mehrwert bringen würde.

Wir haben diese Art der Inklusion im Schuljahr 2014/15 zum ersten Mal mit einer langzeiterkrankten Schülerin über mehrere Monate in Englisch und Mathematik durchgeführt. Der Erfolg war überwältigend.

Der Fernunterricht aus der Sicht der Schülerin:
„Durch die Whiteboards in der Schule konnte ich den Unterricht von zu Hause aus mitverfolgen und langsam wieder in den Schulalltag einsteigen. Für alle Schüler, die so wie ich die Schule für längere Zeit nicht besuchen können, ist es eine tolle Möglichkeit, am Lernstoff dranzubleiben und den Anschluss nicht zu verlieren. Ich bin meinem Lehrer sehr, sehr dankbar für diese Idee und seine Hilfe.“

 

 

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