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Motivationstraining

Motivationstrainer Christian Bischoff mit seinem Lebensvortrag
„Mach den positiven Unterschied“ am Korbinian-Aigner-Gymnasium

Ein besonderes Highlight wartete zu Beginn des Schuljahres auf die Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 sowie 11 und 12 unserer Schule: Am Mittwoch, 22.09.2010, konnten sie in der Aula den Motivationsvortrag „Mach den positiven Unterschied“ von Christian Bischoff erleben.

Christian Bischoff war der jüngste Basketball-Bundesligaspieler aller Zeiten und im Alter von 25 Jahren einer der jüngsten Bundesliga-Cheftrainer. Er kennt Rückschläge wie jeder Sportler und er weiß, dass Sport, Schule, Beruf und Wirtschaft wie das gesamte Leben von einem ständigen Auf und Ab geprägt sind. Gerade das macht ihn als Redner und Motivationstrainer so unvergleichlich. Die Überzeugung von Christian Bischoff ist, dass persönlicher Erfolg niemandem über Nacht zufliegt, aber für jeden erreichbar sein kann. Auf die Frage „Was macht man denn, wenn man in einem Tief ist und immer mit dem linken Fuß aufsteht?“ antwortet der Motivationstrainer: „Die Überwindung von mentalen Tälern, also nicht anderes als Eigenmotivation, ist relativ einfach: Es ist notwendig, ein persönliches Ziel zu haben und zu wissen, warum ich dieses Ziel erreichen möchte.“

Mit seinem feuerroten Schweißband auf der Stirn, ein paar witzigen Fragen und Anekdoten brach der Redner sofort das Eis und gewann die Sympathie der Jugendlichen. Dann erarbeitete er mit den Schülern wichtige Persönlichkeits- und Charaktereigenschaften fürs Leben. Dazu gehören beispielsweise die Bausteine Selbstdisziplin, Selbstvertrauen, Respekt, Konzentration und die Antwort auf die Frage: Wie werde ich glücklich im Leben? Kurzweilig erklärte er, warum zum Erfolg auch Selbstdisziplin gehört: „Wenn du am Schuljahresanfang weißt, du musst in einem Fach mehr tun, dann musst du nur zehn Minuten am Tag konzentriert mehr lernen. Das ergibt auf das Jahr mehr als 50 Stunden und den Erfolg wirst du im Zeugnis sehen.“ Da Erfolg aber maßgeblich vom Selbstvertrauen abhänge, sei es wichtig, das Selbstvertrauen zu schulen, z. B. indem man den Menschen, mit denen man rede, in die Augen blicke. Zur Auflockerung mussten die Schülerinnen und Schüler üben, sich wie James Bond ihrem Nachbarn vorzustellen: „Mein Name ist Bond, James Bond.“ – natürlich mit dem eigenen Namen. Der feste Händedruck durfte dabei nicht fehlen. Bischoff zeigte den Jugendlichen aber auch auf, dass man das eigene Selbstvertrauen stärken kann, wenn man andere Menschen wertschätzt. „Wenn ein Freund oder ein Lehrer etwas getan hat, das man an ihm schätzt, dann sag ihm dies auch und halte nicht mit dem Lob hinter dem Berg!“ Um diese Kunst des Lobens einzuüben forderte Bischoff die Schüler auf, die nächsten fünf Minuten zu nutzen, indem sich jeder denjenigen Mitschüler suche, dem er schon lange ein anerkennendes Wort sagen wollte. Der Journalist Thomas Daller von der Süddeutschen Zeitung, der den Vortrag miterlebte, schrieb: „Was wie ein verkrampftes Loben auf Kommando klingt, hatte einen eigentümlichen Effekt: Alle Schüler beteiligten sich begeistert daran und wirkten gelöst, als hätten sie schon lange auf so eine Gelegenheit gewartet. Eine Gruppe mit so vielen freudestrahlenden Gesichtern sieht man nicht oft.“  

Christian Bischoff hielt zwei, an das Alter der Schüler angepasste Vorträge. Im ersten Vortrag waren die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 und 8 Zuhörer. Sie wurden ausgewählt, weil gerade die Schüler der Mittelstufe zum Teil leistungs- und motivationsschwach sind. Im zweiten Vortrag kamen die Schüler der Oberstufe, die Jahrgangsstufen 11 und 12, in den Genuss des nicht nur sehr interessanten, sondern auch sehr witzigen Vortrags von höchstem Unterhaltungswert. Vielleicht konnte dieser dazu beitragen, sie in der vor ihnen liegenden, lernintensiven Zeit zum Abitur hin, zu unterstützen. Und auch Eltern und Lehrer kamen in den Genuss des Motivationsvortrages. In einem gesonderten Abendvortrag zeigte Christian Bischoff auf, wie Eltern und Lehrkräfte dazu beitragen können, die Motivation Jugendlicher nachhaltig zu erhöhen.

Unabdingbar bewegte Christian Bischoff seine Zuhörer zum Nachdenken und Handeln. Dabei brachte er einige Elemente, wie z. B. den Eimer des Selbstvertrauens, die die Schüler unserer Schule schon aus dem Lebenskompetenzprogramm „Lions Quest – Erwachsen werden“ kennen. An vielen Stellen seines Vortrags arbeitete er mit vielen Emotionen, was ihm sicherlich auch berechtigte Kritik einbrachte. Aber ihm gelang es, sowohl Jugendliche und junge Erwachsene als auch Eltern und Lehrkräfte für Ziele zu sensibilisieren, die sich jeder immer wieder vor Augen halten sollte.

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