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Der Arbeitskreis Unterrichtsqualität (AK UQ)

Schuljahr 2016/2017: Klassen- und fachübergreifend arbeiten - Projektunterricht

Was eigentlich ist Unterricht? Ist es ausschließlich die Zeit, die wir, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer, gemeinsam im Klassenzimmer verbringen und dabei fach- und sachbezogen arbeiten? Ist es die Unterrichtszeit, von der ersten bis zur letzten Stunde, inklusive der Pausen, der Raumwechsel, der Frei- oder Vertretungsstunden? Oder können wir den Begriff noch umfassender verwenden und mit ihm die gesamte Zeit bezeichnen, die Schülerinnen, Schüler und ihre Lehrkräfte miteinander in der Institution Schule verbringen? Werden Schülerinnen und Schüler nicht „unterrichtet“, sobald sie die Schule betreten? Sie sollen sich an Regeln halten, höflich miteinander umgehen, das Gelernte reflektieren, sich austauschen und vieles mehr.

In diesem Schuljahr haben wir unseren Schwerpunkt bewusst auf die Bereiche des Schullebens gelegt, die außerhalb des regulären Fachunterrichts angesiedelt sind. Unsere Planungen eines Konzepts für sinnvolle Vertretungsstunden konnte dabei leider nicht verwirklicht werden, da dessen Notwendigkeit nicht in allen Gremien vermittelbar war.

So nahmen wir uns einer vorrangig konzeptionellen und organisatorischen Aufgabe an. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der auch in diesem Jahr sehr engagierten SMV entwickelten wir ein Konzept zur Durchführung von zwei Projekttagen in der letzten Schulwoche. Das Prinzip: Alle Mitglieder der Schulfamilie, also Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte können ein Projekt anbieten, das sie besonders interessiert oder in dessen Gebiet sie sich auskennen, weil es vielleicht ihr besonderes Hobby ist. Ob sie das Projekt dann selbst leiten oder einen externen Profi zu Rate ziehen, bleibt ihnen überlassen. Ebenso steht frei, ob die jeweilige Unternehmung auf dem Schulgelände oder irgendwo außerhalb stattfindet.

Während des ersten Projekttages am 26. Juli 2017 wurden die Projekte durchgeführt, am zweiten, dem 27. Juli 2017, konnte man dann die Ergebnisse der anderen begutachten und seine eigenen darstellen. Dabei entstand ein reger Austausch über das Gesehene und das Unternommene. In über 60 Projekten, die überwiegend von Schülern sämtlicher Jahrgangsstufen angeboten wurden und den unterschiedlichsten Bereichen angesiedelt waren, konnten die Schüler sich beispielsweise sportlich verausgaben, künstlerisch tätig sein oder sich über das Tätigkeitsfeld der Feuerwehr informieren und dabei Mitschüler aus anderen Klassen oder Jahrgangsstufen näher kennenlernen. Die tolle Vorbereitung der unterschiedlichen Workshops durch die jugendlichen Kursleiter und das Interesse der Kursteilnehmer beeindruckten dabei so manchen Lehrer. Die positiven Rückmeldungen von Schülern und Kollegen bestätigten unseren Eindruck, dass die Projekttage für alle Beteiligten sehr gewinnbringend waren!

Anderen etwas beibringen, etwas zeigen und vermitteln, von anderen etwas annehmen, gemeinsam etwas Neues gestalten; wenn das nicht schülergerechter Unterricht in einer erstrebenswert offenen Form bei hoffentlich hoher Qualität ist!

Und so gesehen blieben wir auch dieses Jahr wieder „bei unseren Leisten“, der Unterrichtsqualität: Martin Brunner, Tina Dersch, Gerhard Häußler, Elisabeth Hilgenstock, Margrit Hohenberger, Maria Holzner, Susanne Kraus, Laura Premke, Ramona Ries und Christian Zauner.

Schuljahr 2015/2016: Toleranz? Rücksicht? Höflichkeit? - Was hat das mit Unterrichtsqualität zu tun?

Jeder kennt Werte und Begriffe wie diese, die neben vielen anderen in unserer gemeinsamen Schulverfassung verankert sind und den Alltag an einer Schule wie der unseren prägen sollten.

Um die zahlreichen der von allen Teilen der Schulfamilie vereinbarten Ziele auch in den Unterricht integrieren zu können, hat sich der Arbeitskreis Unterrichtsqualität Gedanken gemacht, wie man die eher abstrakten Begriffe gut greifbar und für alle verständlich verbreiten kann.  Während des Schuljahres 2015/16 hefteten wir kurze gereimte Sprüche an alle Unterrichtsräume, um sie allgegenwärtig und jederzeit abrufbar zu machen. So manche „tiefschürfenden“ Gespräche sind daraus entstanden und der ein oder andere hatte auch seinen Spaß mit den „Gedichtlein“. Und: Bleiben die Grundwerte in den Köpfen und beeinflussen somit unser aller Verhalten, so kann das nur einen nachhaltig positiven Einfluss auf die Qualität des Unterrichts haben.

Ein weiteres Arbeitsfeld, das der Arbeitskreis im letzten Schuljahr beackerte, sind die leidigen Vertretungsstunden. Zum Ende des Schuljahres wurde ein Konzept vorgelegt, das allen Vertretungslehrkräften erlaubt hätte, egal, welches Fach sie normalerweise unterrichten, einfach und ohne Aufwand auf fach- und jahrgangsspezifisches Material für die zu vertretende Stunde zurückgreifen zu können. Eine Maßnahme, von der wir uns deutliche Verbesserungen in Hinblick auf die Qualität dieser Stunden versprachen. Leider konnte jedoch mit anderen Gremien der Schulentwicklung über das Vorgehen keine Einigung gefunden werden, so dass dieses vielversprechende Projekt auf Eis gelegt werden musste.

Der Arbeitskreis Unterrichtsqualität bestand im Schuljahr 2015/2016 aus: Martin Brunner, Elisabeth Hilgenstock, Laura Premke, Ramona Ries, Christian Zauner und Gerhard Häußler.

Schuljahr 2013/2014: Förderung individualisierter Unterrichtsmethoden und Entwicklung eines Modells für einen Gebundenen Ganztagszugs

Der in Folge der Externen Evaluation  im Jahre 2010 ins Leben gerufene Arbeitskreis, hatte den offiziellen Auftrag, sich der  Optimierung des Unterrichts vornehmlich in den Kernfächern auf der Mittelstufe zu widmen. Seit der Aufnahme seiner Arbeit hat der AK wesentliche Anstöße gegeben  und mit Konzepten wesentlich  zur Unterrichtsentwicklung und - organisation beigetragen.

Dank der Zusammensetzung der Mitglieder sowohl aus jüngeren als auch erfahreneren Kollegen und deren Herkunft aus allen Kernfächern  (Mathematik, Deutsch, Latein, moderne Fremdsprachen, Physik, Wirtschaft und Religion) konnten die Ergebnisse ausgewogen und auf breitgefächert  anwendbar gestaltet werden. So stellte der AK schon 2010 ein Medienkonzept auf, das mittlerweile durch die großzügigen Investitionen des Sachaufwandsträgers weitgehend realisiert wurde, oder organisierte 2012 einen pädagogischer Tag, an dessen Ende konkrete Materialien zur Durchführung Fächer übergreifender Projekte zur Verfügung gestellt werden konnten. Ein besonders aufwändiges Projekt war im letzten Schuljahr die Erarbeitung unseres Konzepts zur Individuellen Lernzeit, das in diesem Schuljahr bereits umgesetzt werden konnte und sich gut bewährt hat.

Die Arbeit im Schuljahr 2013/2014 war zwei Schwerpunkten gewidmet: der Förderung individualisierender Unterrichtsmethoden und der Entwicklung eines Modells für einen Gebundenen Ganztagszug.

Im Rahmen einer vom AK vorbereiteten und durchgeführten Lehrerfortbildung hatte das Kollegium

die Gelegenheit, sich über die immer größer werdende Bedeutung individualisierender Lehr- und Lernmethoden zu informieren sowie Tipps und Anwendungsbeispiele aus verschiedenen Fächern kennen zu lernen.

Mit dem Gebundenen Ganztag beschäftigte sich  nur ein  Teil des AK, es wurden aber  noch weitere Kollegen, OGS-Mitarbeiter und sowohl eine Sozialpädagogin als auch die Schulpädagogin unseres Gymnasiums mit einbezogen. Das ausgeklügelte Konzept mit originellen Besonderheiten für eine ganztägig zu beschulende 5. Klasse wurde von der zuständigen Vertreterin des Kultusministeriums begeistert aufgenommen, wartet nun aber auf grünes Licht von Seiten des Sachaufwandsträgers.

Wir sind guter Hoffnung, dass das KAG den zahlreichen Eltern, die für ihr Kind ein altersgerechtes und zugleich lernorientiertes und anregendes  Ganztagsangebot suchen, eine interessante Möglichkeit eröffnen kann.

Allen, die sich so einsatzfreudig engagiert haben, sei an dieser Stelle herzlichst gedankt!

Gerhard Häußler

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