Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

Sprachliches, naturwissenschaftlich-technologisches

und musisches Gymnasium

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Kooperation zwischen Eltern und SCHule - Schuljahr 2016/2017

Das erste Treffen des AK KESCH fand im Januar dieses Jahres statt. Frau Thyrauer, Frau Poppel, Frau Winkler sowie Frau Friepes und Frau Hofmann trafen sich und besprachen, welche Themen für die Eltern wichtig sind. Interessanterweise deckten sich manche Themen mit den von den Kolleginnen und Kollegen eruierten Themen, wie zum Beispiel eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Schule oder die Organisation von Vertretungsstunden. Doch auch elternspezifische Themen wurden beim Clustern an der Pinnwand genannt: Einführung des Elternportals oder die Einführung von Feedback-Gesprächen zwischen Schülern und Lehrern. Auch bewegte die Eltern die Frage, wie mehr Eltern motiviert werden könnten, am Schulleben aktiv teilzunehmen, sei es durch den regelmäßigen Besuch von Veranstaltungen oder durch aktive Mitarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen.

In weiteren Treffen im März und Mai besprach man dann vor allem die Abwicklung der Evaluation bei Schülern und Eltern nach den Osterferien und überlegte gemeinsam, wie man die Präsentation der Ergebnisse im Juli von Seiten der Eltern her organisieren könnte. Wir erhoffen uns von der Erläuterung der Evaluationsergebnisse, die mit Lehrkräften, Eltern sowie Schülerinnen und Schülern stattfinden wird, neue Impulse dahingehend, wieder mehr Eltern zu erreichen. Denn gerade für das Engagement von Eltern an einer Schule gilt der eine Satz ganz besonders: „Gemeinsam sind wir stark!“ Und: Viele Köpfe haben viele Ideen – und die brauchen wir!

Regine Hofmann

Konzept der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft am KAG

A Leitgedanken

In den letzten Jahren hat sich an den Schulen viel verändert. Eltern fordern mehr Mitsprache ein und wollen sich selbst engagieren. Es hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass beide Gruppen – Lehrer wie Eltern – in erster Linie das Kindeswohl im Auge haben sollten.
Der Lehrer ist heute Coach und Lernbegleiter der Kinder und Ansprechpartner der Eltern. Lehrer und Eltern begegnen sich also in der Bildungs- und Erziehungspartnerschaft auf gleicher Ebene; der Umgang miteinander ist von Respekt und gegenseitiger Akzeptanz der jeweiligen Expertise geprägt und hat wechselseitige Unterstützung zum Fortkommen und zur Förderung der Kinder zum Ziel. Gemeinsam setzen sich Schule und Elternhaus im Sinne aller Beteiligten für eine werteorientierte Erziehung und eine humane Schule ein.

B Schulspezifische Gegebenheiten

Das Korbinian-Aigner-Gymnasium hat mehrere Zweige: musisch, naturwissenschaftlich-technologisch und sprachlich. Mögliche Sprachenfolgen sind: grundständig Englisch oder Latein, danach Latein oder Französisch und im sprachlichen Zweig Italienisch.
Die Lage der Schule ist durch die Faktoren Große Kreisstadt Erding, Landkreis Erding sowie die Nähe zum Münchner Flughafen beeinflusst. Die Elternschaft ist daher äußerst heterogen; die familiären Strukturen reichen von akademisch geprägten
Elternhäusern mit Berufstätigkeit beider Eltern bis hin zu nicht-akademischen Familien aus dem städtischen und ländlichen Bereich.
Seit Gründung der Schule 2004 gibt es eine enge Zusammenarbeit mit den Eltern und dem Elternbeirat; die Eltern waren auch schon in der Vergangenheit in hohem Maße bereit, sich für die Schule ihrer Kinder einzusetzen. Es sei nur auf die Führung der Bibliothek, den Begrüßungsnachmittag für die 5. Klassen oder das Spendensammeln für die Schulsozialarbeit verwiesen. Wesentlich für unsere Schule ist die Tatsache, dass es von Anfang an einen Förderverein gibt.

C  Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung einer differenzierenden Elternarbeit

1. Leitlinie „Gemeinschaft“

Eltern und Lehrer sehen sich in gemeinsamer Verantwortung für die Bildung und Erziehung der Kinder.

M 1: Eine Willkommenskultur pflegen
Neue Schüler und deren Eltern werden durch Schulleitung, Lehrkräfte und Elternvertreter willkommen geheißen.

B 1:
Der Begrüßungsnachmittag für die Eltern der 5. Klassen im September soll Hemmschwellen gegenüber der neuen Schule abbauen und die Schulfamilie vorstellen. Die Tutoren und die SMV werden in stärkerem Maße beteiligt als bisher. Eine Kinderbetreuung wird organisiert.

B 2:
Bei der Begrüßung der Fünftklässler im September stellen sich der Schulleiter, die stellvertretende Schulleiterin, die Mitarbeiter der Schulleitung, die Tutoren, die SMV und die Unterstufenbetreuerin
den Schülern vor. Dazu spielt die Bigband der Schule.

B 3:
Am ersten Schultag erhalten die Schüler eine Trinkflasche als Geschenk (finanziert durch den Förderverein), für ihre Eltern hat die stellvertretende Schulleiterin, unterstützt durch die Unterstufenbetreuung, alle notwendigen Schreiben und Formulare für die ersten Tage in einer Mappe zusammengestellt.

B 4:
Die Tutoren veranstalten am zweiten Schultag eine Schulhausrallye, um den neuen Schülern das Gebäude und wichtige Ansprechpartner nahezubringen.

M 2: Wertschätzende Zusammenarbeit
Elternvertreter und Lehrkräfte begegnen einander auch über das Dienstliche hinaus, elterliches Engagement findet positive Würdigung.

B 1:
Elternstammtische, zu denen auch die Lehrer der Klasse eingeladen werden, sind wichtig für ein entspanntes Verhältnis zwischen Lehrern und Eltern. Sie werden intensiviert und ausgebaut.

B 2:
Ein Kontaktformular zur unbürokratischen Vereinbarung von Terminen soll über ein neues Modul „Elternportal“ eingeführt werden.
Ziel: Schnelle Erreichbarkeit der Lehrer, Vermeidung von Übertragungsfehlern, Entlastung des Sekretariats.

M 3: Aktuelle Information
Als Teil der Schulgemeinschaft werden die Eltern regelmäßig über schulische Belange informiert.

B 1:
Infoblätter und Mail-Shots, die auf Wunsch per Email verschickt werden und damit schülerunabhängig und langfristig verfügbar sind, sowie eine fortwährend aktualisierte Homepage halten Eltern, Schüler und Lehrer auf dem Laufenden über das schulische Geschehen.

B 2:
Die Schulleitung informiert die Eltern regelmäßig über aktuelle Ereignisse, die auf der Homepage nachzulesen sind.

B 3:
Die stellvertretende Schulleiterin leistet durch ihre regelmäßige und konsequente Pressearbeit einen wesentlichen Beitrag zur positiven Darstellung der Schule auch den Eltern gegenüber.

M 4: Respektvoll handeln
Der Umgang untereinander zeichnet sich durch gegenseitigen Respekt und Höflichkeit aus, wobei die unterschiedlichen Lebenssituationen und kulturellen Hintergründe von allen Gesprächspartnern berücksichtigt werden.

B 1:
Der Elternsprechtag des ersten Schulhalbjahrs wird geteilt in die Klassenstufen 5/6 und 7-12.
Dadurch haben die Lehrer mehr Zeit, auf die spezifischen Bedürfnisse der Eltern aus den unteren Klassen einzugehen.

B 2:
Elternsprechtage: Durch eine ansprechende Gestaltung des Eingangsbereichs mit Kaffee und Kuchen, organisiert durch den Elternbeirat, wird eine angenehme Atmosphäre geschaffen, Wegweiser im Schulgebäude erleichtern die Orientierung.

M 5: Zusammengehörigkeit stärken
Durch regelmäßige Einladung der Eltern zu schulischen Veranstaltungen sowie gemeinsame Aktionen wird das Gemeinschaftsgefühl innerhalb der Schulgemeinschaft gestärkt.

B 1:
Die Elternvertretung erweist schulischen Veranstaltungen durch persönliche Anwesenheit und finanzielle Unterstützung großen Respekt (z.B. Vorlesewettbewerb der 6. Klassen, Dichterlesungen, Konzerte, Theater, Musical, Präsentationen etc.).

B 2:
Das Sommerfest, das die Zusammenarbeit von Schule, Elternbeirat und SMV dokumentiert, zeigt die Verbundenheit aller Beteiligten mit ihrer Schule. Am Ende eines erfolgreich absolvierten Schuljahrs wird gemeinsam ein fröhliches Fest gefeiert.

2. Leitlinie: Kommunikation

Eltern und Lehrer informieren einander über alles, was für die Bildung und Erziehung der Schülerinnen und Schüler von Belang ist.

M 1: Gelegenheit für Gespräche anbieten
Gezielte Einladungen zu Elternabenden verbessern den Kontakt zwischen Schule und Elternhaus.

B 1:
Im Herbst eines jeden Schuljahrs finden für alle Jahrgangsstufen nach dem allgemeinen Teil der Elternabende  Klassenelternversammlungen statt, die vom Klassenleiter sowie nach Bedarf seinem Stellvertreter gemeinsam gestaltet werden. Der Elternbeirat ist anwesend und begleitet die Wahl der Klassenelternsprecher sowie der Jahrgangssprecher.

B 2:
Bei thematischen Elternabenden (z.B. Umgang mit Medien, Suchtproblematik, spezielle Gegebenheiten der Oberstufe) werden relevante Bildungs- und Erziehungsfragen diskutiert.

M 2: Ansprechpartner benennen
Reibungslose Kommunikation und Beratung wird durch Benennung konkreter Ansprechpartner für klar definierte Aufgabenbereiche ermöglicht.

B 1:
Mitglieder des Beratungsteams der Schule (z. B. Schulpsychologie, Beratungslehrer, Schulsozialarbeit, Stufenbetreuer) sind bei den Elternabenden der vierten Jahrgangsstufe sowohl als Vortragende als auch als Beratende präsent.

B 2:
Eine gesonderte Beratung für Eltern von Fünftklässlern durch eine Grundschulehrkraft ist möglich.

B 3:
Der Arbeitskreis “Übertritt“ hat eine Broschüre (ABC-Fibel) erstellt, die alle relevanten Informationen zu Schule und Unterricht enthält. Jeder Fünftklässler mit seinen Eltern erhält diese Broschüre.

M 3: Erreichbarkeit sicherstellen
Wichtige Ansprechpartner sind für die Eltern schnell und unkompliziert erreichbar.

B 1:
Lehrkräfte und Schulleitung sind für die Eltern zeitnah und unkompliziert erreichbar (siehe „Wertschätzende Zusammenarbeit" B 2); wichtige Formulare (z. B. Krankheitsmeldung, Antrag auf Befreiung, Anmelde-/Abmeldeformular)  sind auf der Homepage zu finden.

B 2:
Bei Bedarf wird die reguläre Sprechstunde nach Möglichkeit durch Sprechstunden nach Vereinbarung oder Telefonsprechstunden ersetzt.

B 3:
Zweimal im Jahr findet ein allgemeiner Elternsprechtag statt; die Anmeldung erfolgt bequem online über die Homepage.

B 4:
Die Eltern informieren die Schule zuverlässig, wenn besondere Umstände ihrer Kinder berücksichtigt werden sollen. Dies gilt insbesondere bei chronischen Krankheiten und psychischen Störungen. Die Schule garantiert Vertraulichkeit. Sie stellt eine eigene Schulpsychologin zur Beratung zur Verfügung.

3. Leitlinie „Kooperation“

Eltern und Lehrkräfte arbeiten gemeinsam und nachhaltig am Erziehungs- und Bildungserfolg der Schülerinnen und Schüler.

M 1: Impulse für zu Hause geben
Zur Unterstützung häuslichen Lernens werden Informationsangebote bereitgestellt.

B 1:
Expertenvorträge zu erzieherischen Themen (Mediennutzung, Lernen lernen, Suchtprävention etc.) leisten einen Beitrag zur Information von Lehrern und Eltern.

B 2:
Das Konzept zur Berufsinformation wird ausgebaut.
Es umfasst die Expertise der Eltern, der Lehrer und bindet auch die Arbeitsagentur und Vertreter der Wirtschaft sowie ehemalige Schüler ein.

M 2: Vernetzen mit dem Umfeld
Die Kontakte zu externen Partnern werden gepflegt.

B 1:
Die Beratungs-, Bildungs- und Präventionsangebote von Polizei, Kirchen etc. werden in Anspruch genommen.

B 2:Die Fachschaft Geschichte/Sozialkunde garantiert durch die Einladungen wichtiger Politiker der Region die politische Bildung der Schülerinnen und Schüler.

M 3: Elternexperten einbeziehen
Die Kompetenzen der Eltern und ihre Bereitschaft zum Engagement werden abgefragt.

B 1:
Der Elternbeirat gibt einen Flyer heraus, anhand dessen interessierte Eltern ihre Unterstützung bei der Berufsinformation anzeigen können.

B 2:
Im Arbeitskreis Werte arbeiten Eltern, Schüler und Lehrer gemeinsam am sozialen Profil der Schule.

4. Leitlinie „Mitsprache“

Die Eltern nehmen ihre rechtlich geregelten Mitsprache- und Mitwirkungsmöglichkeiten wahr. Sie können sich auch darüber hinaus einbringen.

M 1: Zur Mitgestaltung ermutigen
Durch Infostände am Übertrittsabend oder an den Elternsprechtagen, Homepage und Elternbriefe werden Initiativen des Elternbeirats und Möglichkeiten der Mitwirkung von Eltern transparent gemacht.

B 1:
Die Klassenelternsprecher übernehmen als Bindeglied zwischen Elternbeirat und Eltern der jeweiligen Klasse eine wichtige Funktion in der Elternarbeit und leisten einen aktiven Beitrag zur Kooperation.

B 2:
Die Übermittlung von Informationen des Elternbeirats erfolgt über E-Mail-Verteiler der Klassenelternsprecher. So ist sichergestellt, dass möglichst viele Eltern über die aktive Elternarbeit an der Schule informiert werden.

M 2: Austausch pflegen
Die Elternvertreter pflegen einen regelmäßigen Austausch mit dem Schulleiter, der stellvertretenden Schulleiterin und weiteren Mitgliedern der Schulgemeinschaft, mit den Elternbeiräten deranderen weiterführenden Schulen im Landkreis sowie mit überregionalen Elternvertretungen.

B 1:
Der Schulleiter oder die stellvertretende Schulleiterin sind regelmäßig bei Sitzungen des Elternbeirats zugegen. Auch die SMV ist zu den Sitzungen eingeladen.

B 2:
Pro Schuljahr finden vier Sitzungen des Schulforums statt.

B 3:
Der Elternbeirat ist Mitglied der LEV und nützt so die Vernetzung mit anderen Elternbeiräten und hat eine überregionale Anbindung.

D Qualitätssicherung

Die interne Evaluation am Korbinian-Aigner-Gymnasium hat ergeben, dass die Eltern eine höhere Beteiligung am Bildungs- und Erziehungserfolg der Schule wünschen. Sie möchten einen noch höheren Informationsgrad erreichen als bisher. Das waren zwei wesentliche Gesichtspunkte, die die Planungen des AK KESCH beeinflusst haben. Die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule abzufragen bleibt integrativer Bestandteil weiterer Evaluationen.
Der Elternbeirat ist mit den Klassenelternsprechern eng vernetzt. Auftretende Fragen können so rasch in den regelmäßig mit der Schulleitung stattfindenden Besprechungen des Elternbeirats geklärt werden.

E  Beteiligung der Schulgemeinschaft

Das schulspezifische Konzept zur Bildungs- und Erziehungspartnerschaft wurde von der Arbeitsgruppe KESCH erarbeitet, die aus einer Mitarbeiterin der Schulleitung, zwei Lehrern und vier Elternvertretern besteht. Die Anbindung an den Elternbeirat erfolgt über eine Klassenelternsprecherin. Das Lehrerkollegium wurde regelmäßig über den Stand des Konzepts informiert. Über das Schulforum wurde das Konzept den Eltern und Schülern vorgelegt.

Arbeitsgruppe KESCH

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