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Betriebsbesichtigungen im Rahmen des BuS-Seminars

Erdinger Weißbräu

Mit 20 Schülern besuchte Barbara Brunner die ortsansässige Brauerei des Erdinger Weißbräus. Nach einer kurzen filmischen Einführung über die Geschichte des Unternehmens wurde die Gruppe durch die verschiedenen Bereiche geführt. Die verschiedenen Biersorten und deren unterschiedlichen Brauansätze wurden  erklärt, ebenso konnten das Sudhaus und die Hochregallager besichtigt werden. Besondere Faszination übte auf alle aber die hochtechnisierte Abfüllanlage aus, die eine Leistung von 110.000 Flaschen pro Stunde aufweisen kann. Fachgrerecht wurden die interessierten Jugendlichen über die möglichen Berufe in der Bierbrauerbranche informiert.

Barbara Brunner

Amtsgericht Erding 2016

Am 01.12.16 durfte ich im Zuge einer Betriebserkundung das Amtsgericht in Erding besuchen. Treffpunkt mit meinen Mitschülern war um 13:20 Uhr vor dem Gebäude. Dort erfuhren wir, dass wir gleich darauf eine Verhandlung mitverfolgen sowie im Anschluss noch einen Vortrag und einen kurzen Rundgang durch das Haus erhalten werden. Als ich von dem Gerichtsprozess erfuhr, war ich sofort Feuer und Flamme, weil ich persönlich noch nie zuvor bei etwas ähnlichem dabei war und das Gericht bisher nur aus Filmen kannte. Die Verhandlung begann um 13:30 Uhr und endete um 14:16, wie der Richter protokollierte, da er alle wichtigen Informationen von Zeit zu Zeit in ein Aufnahmegerät sprach. In unserem Fall handelte es sich um einen zivilrechtlichen Prozess, bei dem der Kläger ein Verkäufer einer Immobilie war und vom Beklagten, einem älteren Mann, die letzte Rate des Kaufes forderte, die dieser aufgrund noch vorhandener Mängel, wie z.B einer fehlenden Fußbodenheizung im Flur nicht bezahlen wollte. Nachdem der Beklagte dem ersten Kompromissvorschlag seitens des Anwalts des Klägers nicht zustimmen wollte, einigten sie sich letztendlich doch und es kam ein Vergleich zustande. Dadurch wurde ein aufwändiges Gutachten vermieden, was für beide Seiten positiv war, da dieses viel teurer als die eigentlich zu verhandelnde Geldsumme gewesen wäre.  Aus meiner Perspektive kann ich nur sagen, dass mich der Prozess sehr gefesselt und in besonderer Art und Weise fasziniert hat, auch wenn ich aufgrund einiger Fachbegriffe nicht jedes Detail verstanden habe. Danach durften wir dem Richter Fragen bezüglich seines Berufes stellen, wodurch ich beispielsweise herausfand, dass er 5-6 Fälle pro Sitzungstag und dies zweimal pro Woche  zugeteilt bekommt. Für einen Fall benötigt er jeweils circa 2-3 Stunden Vor-und Nachbereitung, wobei Zweites stark vom Fall abhängig ist. Nachdem all unsere Fragen geklärt waren, wechselten wir den Raum und hörten einen Vortrag über das Strafverfahren. Darin wurden uns zum Beispiel die einzelnen Verfahrensabschnitte, die Rechtsfolgen bei Verurteilung, aber auch die vielen verschiedenen Aufgaben im Gericht und bei einem Prozess erklärt. So erfuhr ich erstmals von der Aufgabe der Schöffen. Ich war sofort von der Idee gefangen, selbst irgendwann Schöffe zu werden, und damit mit dem gleichen Stimmrecht wie ein Richter Prozesse zu begleiten, aber ohne die dauerhaft intensive – aus meiner Sicht weniger spannende – Aktenarbeit leisten zu müssen.  Zudem war die Präsentation meines Erachtens sehr abwechslungsreich, da z.B. ein Rollenspiel eingebaut wurde. Dabei durfte ein Schüler die Robe eines Staatsanwalts überziehen und veranschaulichte mithilfe eines wahren Falles den Ablauf einer Hauptverhandlung. Auch hier konnten wir unsere offenen Fragen stellen, wodurch ich herausbekam, dass rund 3000 von 4500 Fällen im Amtsgericht Erding auf Sachverhalte am Flughafen zurückzuführen sind, was ich sehr interessant fand. Danach erhielten wir noch eine kurze Rundführung durch das Gericht, wo wir beispielsweise die Zellen im Keller, in denen die Angeklagten einige Stunden vor dem Prozess gebracht werden, und auch die riesige, beeindruckend alte Aktenarchivierung anschauen durften. Selbst in einige Beratungszimmer in den oberen Etagen konnten wir einen Blick werfen, in die sich Beklagte mit Anwälten oder auch mit Sozialpädagogen in Fällen mit Kindern zurückziehen können. Um 16:15 Uhr war der Besuch zu Ende. Alles in allem kann ich nur sagen, dass sich der Besuch für mich sehr gelohnt hat, da ich mich zuvor noch nie wirklich mit dem Amtsgericht auseinander gesetzt hatte. So konnte ich feststellen, dass mich Prozesse sehr fesseln, da ich noch den ganzen Tag über die Verhandlung nachdenken musste. Wer weiß, vielleicht sitze ich eines Tages in einer ähnlichen Verhandlung, nur dann als Anwalt oder Richter…in jedem Fall ist sowohl Richter als auch Anwalt ein spannender, verantwortungsvoller Beruf.

Elena Huber, Q11

Amtsgericht Erding 2017

Treffpunkt war am 23.11.2017 um 13:20 am Amtsgericht in Erding. Wir durften den Unterricht somit 20 Minuten früher verlassen, um pünktlich am Amtsgericht zu sein. Als alle Schüler, die sich für diese Betriebserkundung eingetragen hatten, eingetroffen waren und Herr Huber die Anwesenheit kontrolliert hatte, kam pünktlich auf die Minute der Vorsitzende des Amtsgerichts aus der Eingangstür zu uns heraus. Da wir uns eine bestimmte Verhandlung anschauen wollten, wurden wir nur kurz begrüßt. Das Gebäude war viel größer als von außen annehmbar.

Wir wurden in einen der Verhandlungsräume geführt. Im hinteren Teil stand eine Reihe von Stühlen, auf die wir uns verteilten. Die Richterin saß bereits auf ihrem Platz. Sie gab uns eine kurze Beschreibung des Falls, um die Verhandlung besser zu verstehen. Da wir noch kurz Zeit hatten, konnten wir ihr Fragen zu ihrem Beruf stellen. Um 13:30 betraten pünktlich der Beklagte und der Kläger mit seinem Anwalt sowie zwei Zeugen den Raum. Die zwei Zeugen mussten jedoch den Gerichtssaal gleich wieder verlassen, da die Richterin zuerst den Kläger und dann den Beklagten befragen wollte. Der Kläger, ein Autohändler, hatte einem Schweizer Unternehmer ein Auto für eine Messe geliehen. Das Auto wurde durch einen Spediteur in die Schweiz gebracht und sollte auch so wieder zurückgebracht werden. Jedoch wurde der Spediteur krank. Unter Absprache beider Partien wurde das Auto durch den Sohn des Unternehmers zurück nach Deutschland gefahren. Der Unternehmer und sein Sohn stellten das Auto ab und ein Mitarbeiter des Autohändlers untersuchte den Wagen auf Schäden, stellte jedoch keine fest. Da das Auto schmutzig war (über 400 km auf der Autobahn bei winterlichen Verhältnissen), putzte der Chef das Auto persönlich. Dabei fiel ihm auf, dass die Felge beschädigt war. Die Reparaturkosten dafür betrugen 1700 €. Jedoch war nicht klar, ob dies bei der Überfahrt nach Deutschland passierte oder auf dem Gelände des Autohauses. Wer diesen Schaden also bezahlen sollte, war Gegenstand der Verhandlung. Leider konnten wir diese aus Zeitgründen nicht bis zum Ende ansehen. Somit weiß ich leider auch nicht, ob beide Parteien sich einigen konnten. Die Verhandlung war trotzdem sehr interessant, da man erleben konnte, wie der Arbeitsalltag einer Richterin aussieht. Man hat viel Neues dazugelernt, wie z.B., dass die Richterin, da sie ja alleine die Verhandlung führt, alle neuen Erkenntnisse und Aussagen während der Verhandlung in ein Diktiergerät spricht um diese später zur Nachbereitung des Falls zu benutzen.

Wir verließen also während der Verhandlung leise den Saal und begaben uns in den gegenüberliegenden Verhandlungssaal. Dort wurden wir nun richtig begrüßt und uns wurden die wichtigsten Informationen über das Amtsgericht gegeben. Nach der Begrüßung gab uns eine Rechtspflegerin aus dem Amtsgericht Freising eine ausführliche Beschreibung über ihre Tätigkeit. Rechtspfleger können der Staatsanwaltschaft Entscheidungshilfe geben. Außerdem führen sie Gespräche mit Angeklagten und Beschuldigten und schätzen mögliche Folgen eines Urteils ein. Sie bot uns ein umfangreiches Bild über diesen Beruf, der noch viel mehr als die genannten Bereiche umfasst. Auch eine Rechtsreferendarin berichtete uns über ihre Erfahrungen im Studium und im Referendariat. Um 16:00 beendeten wir pünktlich die Erkundung. Die Betriebserkundung war sehr interessant, jedoch sehr theoretisch gestaltet, abgesehen von der Gerichtsverhandlung. Aber Theorie muss man wohl im Berufsbereich Jura mögen.

Eric Radde, Q11

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