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Veni, vidi, vici - Dies Latinus am Korbinian-Aigner-Gymnasium

Am Dienstag, den 19.02.2019, war es wieder so weit: Die Romanisierung der Provinzen machte auch vor Erding nicht halt und so eroberten die alten Römer das Korbinian-Aigner-Gymnasium.

Um den Lateinlernenden der sechsten Jahrgangsstufe ein Eintauchen in antike Kultur und Lebenswelten zu ermöglichen wurden zahlreiche Projekte angeboten. Mit großem Interesse stellten die kleinen Köche, Historiker, Handwerker und Sportler ihr bereits recht fundiertes Wissen unter Beweis und beteiligten sich an diversen Kursen, die ein Erleben des alten Griechenlands und Roms hautnah gewährleisteten.

Die Schülerinnen und Schüler töpferten, kochten, legten Mosaike, schrieben und kämpften – jedoch ausnahmsweise nicht mit der lateinischen Grammatik, sondern im wörtlichen Sinne. Nach altbewährter Tradition konnten sich die jungen Athletinnen und Athleten in griechischen Disziplinen wie etwa Standweitsprung, Ringkampf und Pferderennen miteinander messen. Wer Glück hatte, wurde hungrig vom vielen Kämpfen mit einem Leckerbissen derjenigen Klassenkameraden belohnt, die in mühsamer Arbeit römische Rezepte – ausgearbeitet von einem P-Seminar zum Thema „Römisch Kochen“ – kennengelernt und nachgekocht hatten: Auf der Speisekarte der Nachwuchsköche standen nicht nur arme Ritter, Opferkuchen und süße Datteln, sondern auch Datteln im Speckmantel, Knoblauchpaste sowie römischer Schichtsalat mit Rosinen und Pinienkernen. Es waren sich alle einig, dass diese Gerichte nicht nur gut klingen, sondern auch hervorragend schmecken. Und wer weiß, vielleicht finden sich auf der Speisekarte der Schulkantine demnächst auch libum, moretum, aliter sala cattabia Apiciana und poma palmae cum lardo?

Ebenfalls nicht fehlen im Programm durfte natürlich die Herstellung von Keramik. Innerhalb von zwei Schulstunden wurden unter professioneller Anleitung aus zunächst unförmigen Tonklumpen mühevoll verzierte kleine Öllämpchen und Schüsselchen (terrae sigillatae) gefertigt. Auch das Legen von Mosaiken begeisterte die jungen Künstler: Es entstanden symmetrische Formen und Blumen, aber auch Tiere wie Eulen oder Delphine.

Veni, vidi, vici: „Ich kam, sah und siegte,“ konstatierte bereits Caesar. Bleibt zu hoffen, dass Sehen und Erleben auf Schülerseite die Neugier geweckt haben, die nötig ist, um auch im „traditionellen“ Unterrichtsalltag der Sprache mit Motivation zu begegnen und schließlich den verschiedenen Grammatikphänomenen des Lateinischen siegreich gegenüber zu treten!

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