Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

Sprachliches, naturwissenschaftlich-technologisches

und musisches Gymnasium

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Schulskimeisterschaft 2012

Lenggries, 29. Februar 2012 – Bei den 5. Schulskimeisterschaften des Korbinian-Aigner-Gymnasiums gab es mit Maxi Kubatz (Alpin Herren), Lena Sigl (Alpin Damen) und Madeleine Hündl (Snowboard Damen) die erwarteten Favoritensiege. Lediglich in der Snowboardwertung der Herren siegte mit Oliver König nicht unbedingt der Topanwärter auf den Sieg.

Diesmal hatten sich 35 enthusiastische Ski- und Snowboardfahrer nach Lenggries aufgemacht, um die diesjährigen Champions des Korbinian-Aigner-Gymnasiums zu ermitteln. Bereits bei der Abfahrt in Erding war zu erkennen, dass das Skimaterial einiges über die Ambitionen der Fahrer aussagte: frisch getunte Race-Latten warteten reihenweise darauf, sich mit ihren stolzen Fahrern die Rennstrecke hinunter zu stürzen. Lediglich der Zweitplatzierte aus dem Vorjahr, Andi Gerlspeck, lief mit, nun ja, eigenwilligem Material ein (zumal von der falschen Ausrüsterfirma), kompensierte diesen technischen Mangel allerdings durch seine Spitzenperformance beim Outfit. Allerdings fand er auch hier seinen Meister, denn Markus Bauer tauchte in einem kanariengelben Oberteil von Willy Bogner auf, das sogleich alle Blicke, besonders die der weiblichen Teilnehmerinnen, auf sich zog. Laut allgemeinem Tenor muss das Teil aus mindestens den 70ern gewesen sein, denn nur damals zog man Jacken an, die neben einer wärmenden Komponente auch eine Segelfunktion besaßen. Bauer war somit der ungekrönte König des Style aus der Old-School, der später auf der Piste ähnlich überzeugend auftreten sollte.  

Nach der Auffahrt fanden die Athleten aufgrund des schneereichen Winters eine hervorragende Piste neben dem Ahorn-Sessellift am Brauneck vor, der jedoch die äußerst milden Temperaturen am Renntag etwas zu schaffen machten. So wurde aus der harten Oberfläche eine eher butterweiche Schneeauflage, die besonders im zweiten Durchgang größere „Wandl“ hervorbrachte und das Kurvenfahren bei so manchem Tor durch eine Steilkurve erleichterte. Demzufolge gab es in diesem Jahr verhältnismäßig wenig Ausfälle: lediglich Florian Mutz wurde das fünfte Tor im ersten Durchgang zum Verhängnis, als er von der unruhigen Piste abgeworfen wurde und spektakulär im Schnee einschlug. Peter Huber ließ sich von einem kleinen „Schlagerl“ nur kurz aus dem Gleichgewicht bringen, entlockte den Zuschauern aber schon schadenfrohe Sturzkommentare. Er konnte sich gerade noch stabilisieren, sonst wäre er wohl Miller-like nach hinten ausgehoben worden. Olaf Kübler hatte nicht so viel Glück und musste auf seinem Snowboard unliebsamen Kontakt mit dem Schnee aufnehmen, rettete sich aber gerade noch ins Ziel, wo er jedoch einen großen Zeitrückstand verbuchen musste. Der Überraschungssieger in dieser Konkurrenz war Oliver König, der den Titelverteidiger des letzten Jahres, Luis Weirich, entthronte und sich somit zum ersten Mal die Siegertrophäe sicherte. Auf dem dritten Platz landete mit Laufbestzeit im zweiten Durchgang Olaf Kübler, der sich von seinem Sturz in Lauf 1 bestens erholt zeigte und sich noch aufs Stockerl schieben konnte. Weirich hingegen tauschte sein Snowboard mit dem Megaphon und betätigte sich fortan als Streckenkommentator, der die Stimmung im Zielraum durch seinen fachkundigen und niveauvollen Nonsens bestens anheizte.

Die Siegerin bei den Snowboarderinnen hieß Madeleine Hündl vom Skiclub Erding, die sich allerdings keinerlei Konkurrenz erwehren musste, war sie doch die einzige Dame, die sich die steile Piste auf einem Snowboard hinunter wagte. Mit ihrer Endzeit hätte sie bei den Herren die Bronzemedaille gewonnen.

Eine klare Angelegenheit war das Rennen in der Wertung Ski Alpin bei den Damen: mit zweimal Laufbestzeit sicherte sich Lena Sigl vom Skiclub Erding ihren Eintrag auf dem Siegerpokal, nachdem sie sich im Vorjahr noch hauchdünn geschlagen geben musste. Auf dem zweiten Platz lag in der Endabrechnung Vicky Konrad, allerdings um sage und schreibe fast 10(!) Sekunden hinter der wie entfesselt fahrenden Sigl. Beinahe hätte Konrad ihre Zwillingsschwester Janina auf dem Siegerpodest begrüßen können, die nach dem ersten Durchgang noch auf Position drei lag. Doch mit einer großartigen kämpferischen Leistung zog die Viertplatzierte nach Lauf 1, Vroni Pichlmair, noch an Janina Konrad vorbei und schob sich mit 1s Vorsprung auf den dritten Platz.  

Recht eng ging es bei den Herren zu: so gab es auf dem vierten Platz mit Christian Tremmel, Johannes Scheidhammer  und Andi Gerlspeck sogar drei Athleten, die in der Endaddition die gleiche Zeit erzielten. Hier musste Gerlspeck ganz klar seiner falschen Materialwahl Tribut zollen, nachdem er im Vorjahr auf reinrassigen Rennski noch Platz zwei belegt hatte und bereits damals vom Rennleiter auf sein fehlerhaftes Material hingewiesen worden war (weil von der falschen Firma). Er dürfte sich auch in diesem Jahr wieder gedacht haben: „Wenn i nur an HEAD hätt‘…“

Den dritten Stockerlplatz sicherte sich Martin Kutscherauer, der im zweiten Durchgang aerodynamisch alles aufbot und sich seines Rennanoraks gleich ganz entledigte. Bei frühlingshaften Temperaturen dachte er sich darüber hinaus noch „Eins, zwei, drei, Oberkörper frei!“ und raste nur mit Rennhose bekleidet dem Ziel und kreischenden Zuschauerinnen entgegen, die ihn fortan nur noch „Ashton“ riefen. Dies nahm Markus Bauer, der in Lauf 1 aufgrund oben erwähnter Bogner-Jacke laut flatternd im Ziel eintraf, zum Anlass, ebenfalls an der Reduzierung des Luftwiderstandes zu arbeiten. Er ging nicht ganz so radikal wie „Ashton“ Kutscherauer zu Werke, ließ aber Bogner Bogner sein und deponierte klugerweise seinen gelben Bremsfallschirm am Starthäusl. Seine Rennhose war wohl ebenfalls zu weit geschnitten, denn als Bauer schneidig ins Ziel carvte, konnten die Zuschauer seine lange Ringelunterhose bewundern. Sein Manöver muss als gelungen gewertet werden,  denn Bauer schob sich im zweiten Durchgang noch hauchdünn an Kutscherauer vorbei und belegte mit drei Zehntelsekunden Vorsprung den zweiten Rang. Nachdem er im Vorjahr noch an seinen Nerven gescheitert war, sicherte sich Maxi Kubatz vom Skiclub Hörlkofen in beeindruckender Manier den Titel bei den Herren. Er fuhr im Rennoutfit (sic!) des SCH in beiden Durchgängen insgesamt 2,0 s Vorsprung auf den Zweitplatzierten Markus Bauer heraus und konnte sich über seinen ersten Titelgewinn freuen.

Bei der anschließenden Siegerehrung auf der Panoramaterrasse nahe dem Brauneckgipfel war dann bei  Sonnenschein und gefühlten 20 Grad die Stimmung bei allen Beteiligten am Kochen. Auf dem Höhepunkt gelang es der Rennleitung um Moni Friedrich, Flori v.d. Stemmen und Heike Guist sogar, einige beim Mittagessen etwas zu mutige Herren zum Abbau der Rennstrecke zu bewegen. Dass das Ganze wohl  nur ein geschicktes Manöver der mit allen Wassern gewaschenen Lehrkräfte war, stellte sich zur großen Gaudi der restlichen Teilnehmer erst bei der Heimfahrt im Bus heraus. Wer die geschmacklichen Fähigkeiten zur Unterscheidung von isotonischen Getränken noch nicht entwickelt hat, der hat leider in Bayern verloren und muss dafür büßen. Besonders in der Fastenzeit. In diesem Sinne waren die diesjährigen Schulskimeisterschaften auch pädagogisch wieder ein voller Erfolg, sodass einer Neuauflage im nächsten Winter nichts im Wege steht.

Bedanken wollen sich alle Beteiligten noch beim Förderverein unseres Gymnasiums, der die Veranstaltung wiederum mit einer sehr großzügigen Spende unterstützt hat.

Florian v.d. Stemmen

Rennergebnisse der Schulskimeisterschaft 2012

Snowboard Damen
1.    Madleine Hündl          1:21,6
 
Snowboard Herren
1.    Oliver König              1:12,1
2.    Luis Weirich              1:14,8
3.    Olaf Rübler               1:22,3
4.    Joshua Benker          1:32,4

Skifahren Damen
1.    Lena Sigl                    0:52,0
2.    Vicky Konrad             1:01,9
3.    Vroni Pichlmair           1:05,1
4.    Janina Konrad            1:06,1
5.    Carolina Gastager      1:06,8
6.    Lilly Kongas                1:07,2
7.    Lisa Kirchner              1:10,0
8.    Eva Prey                    1:13,1

Skifahren Herren
1.    Maximilian Kubatz                 49,8
2.    Markus Bauer                        51,8
3.    Martin Kutscherauer              52,1
4.    Christian Tremmel                 53,8
4.   Johannes Scheidhammer        53,8
4.   Andreas Gerlspeck                 53,8
7.   Tobi Riepl                               53,9
8.   Louis Heublein                        54,9
9.   Daniel Galke                           55,1
10. David Gebhard                       55,7
11. Florian Schmuckermeier         56,2
12. Michael Mittermeier                58,0
13. Peter Huber                           1:00,5
14. Emanuel Mayer                      1:00,8
15. Tobi Biller                               1:03,0
16. Quirin Emslander                    1:05,3
17. Dennis Koburger                     1:07,2
18. Florian Mutz                           1. Lauf DNF, 2. Lauf 30,2

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