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Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding Sprachliches, naturwissenschaftlich-technologisches und musisches Gymnasium |
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Fachschaft Sozialkunde: Besuch der StaatskanzleiDie Crème de la Crème in der Staatskanzlei
Angemessene Kleidung? Der richtige Ton? Fragen stellen? Engagement zeigen? So etwas darf von uns verlangt werden? Ja, wo gibt es denn so etwas? Wir waren an diesem Ort, nämlich der Staatskanzlei der bayerischen Staatsregierung. Wir, das war die Crème de la Crème der zehnten Klassen, die einmal mehr bewiesen hat, dass die heutige Jugend politisch nicht desinteressiert ist! Im Rahmen des Unterrichtsfachs Sozialkunde wurden wir von unserem Lehrer Herrn Grabrucker gefragt, wer Interesse habe, in das Zentrum der bayerischen Regierung, die Staatskanzlei, mitzufahren. Am Ende des Auswahlverfahrens fuhren 30 Schülerinnen und Schülerinnen, welche von unserem Führer Herrn Kollitsch von der Landeszentrale für politische Bildung Bayern lustigerweise als die "Crème de la Crème" bezeichnet wurden.Ob wir unseren Titel auch verdient hatten, sollte sich im Laufe des Tages, des 15.3.2006, von 10.00-16.00 Uhr zeigen. Überpünktlich waren wir morgens an dem monumental wirkenden Gebäude angekommen. Die Tür zur marmornen Eingangshalle, in der zwei Polizisten auf uns warteten, öffnete sich zum Erstaunen mancher wie von Geisterhand. Dort wurden wir nach einiger Zeit von Herrn Kollitsch abgeholt und gingen mit ihm in einen Konferenzraum, wo zunächst einmal Semmeln und Getränke serviert wurden, ?um gleich einmal einen Einblick in die Arbeit der Staatskanzlei zu haben?. Was ist die Staatskanzlei?HauptaufgabenIn der S-Bahn war unter uns fast schon mit schlechtem Gewissen aufgekommen, dass wir eigentlich keine Ahnung hatten, wohin wir gerade fuhren! Kanzlei, ja, so etwas haben z.B. Rechtsanwälte? Sitzen folglich in der Staatskanzlei die Staatsanwälte? Dass dem nicht so ist, erklärte uns Herr Kollitsch sehr ausführlich; im Prinzip ist diese nämlich das Dach der bayerischen Regierung. Man kann sich das wie einen griechischen Tempel vorstellen. Die Säulen sind dabei die neun Ministerien, welche entweder das Dach tragen oder von diesem zusammengehalten werden. Das heißt also, dass dort sozusagen alle Fäden der Landespolitik zusammenlaufen. Nach diesem sehr interessanten Teil erläuterte uns Frau Bürger die genauen Handlungen und Aufgaben der Staatskanzlei an einigen Beispielen. Kurz kann man sagen, dass die Staatskanzlei derzeit unter der Leitung von Staatsminister Eberhard Sinner die Koordinations- und Lenkungszentrale der Staatsregierung ist. Internationale Beziehungen BayernsAls Nächstes sprachen wir mit Dr. Hubert Pritzl über die internationalen Beziehungen Bayerns, dabei vor allem über die Partnerschaften mit Entwicklungsländern. In diesem Rahmen bekamen wir einen Film über Bayern als Medien- und Wirtschaftsstandort vorgeführt. Dieser wird normalerweise Unternehmen sozusagen als Werbung für Bayern gezeigt. Die ?Außenansicht? Bayerns, in diesem Fall fast schon die Beweihräucherung, war dabei für uns als geborene Bayern sehr interessant. Wie entsteht eine Stoiberrede?Als letzten Programmpunkt vor einer abschließenden Führung durch das Gebäude erklärte uns Redenschreiberin Frau Schneider, wie z.B. eine Rede Stoibers entsteht. Sie selbst ist eigentlich Deutschlehrerin am Gymnasium und wurde vom Kultusministerium in die Staatskanzlei abgeordnet, dies ist der klassische Weg eines Redenschreibers. Anhand einer originalen Stoiber-Rede wurde der Aufbau besprochen. Frau Schneider konnte uns auch überzeugen, dass der Vorwurf, Redenschreiber seien ?Ghostwriter?, nicht zutrifft. Redenschreiber schreiben in Absprache mit dem Redner und bringen immer nur Vorschläge. Zudem werden politische Reden von den Parteien selbst geschrieben, da die Staatskanzlei unparteiisch bleiben muss. Rundgang und AbschlussAbschließend wurden wir noch durch alle wichtigen Räume geführt und durften sogar im Kabinettssaal als ?Herr Edmund Stoiber? oder ?Frau Emilia Müller? auf entsprechenden Stühlen Platz nehmen. Dies war ein gelungener Abschluss eines ebenso gelungenen Tages und wir fuhren wieder ein Stückchen wissender nach Hause. Natürlich ist uns am Ende des Tages auch klar gewesen, dass die Arbeit der Staatskanzlei nicht nur aus Essen besteht. Schließlich bekommt nicht jeder die Möglichkeit direkt hinter die Kulissen eines Regierungsapparates zu sehen. Und nun soll uns keiner mehr sagen, wir wären politisch verdrossen! Clara Stanghellini |
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19. Mai 2012, 16:10
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