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Der Landtag sind wir

70 Schülerinnen und Schüler des KAG nahmen am 22.02.2010 am Planspiel „Der Landtag sind wir!“ im Maximilianeum in München teil.

Die Jugendlichen aus dem P-Seminar Sozialkunde und den 10. Klassen durften den Bayerischen Landtag stellen. Sie schlüpften in die Rolle von Abgeordneten, agierten als Parlamentarier mit fiktiven Biographien in Fraktionssitzungen sowie in Ausschüssen und im Plenum.

Um die Arbeit von Parlamentariern hautnah zu erleben, wurde über einen Gesetzentwurf der SPD-Fraktion beraten, der es vorsah, die Klassenwiederholung in sämtlichen bayerischen Schulformen abzuschaffen, die gemeinsame Grundschulzeit von derzeit vier auf sechs Jahre zu verlängern und die Klassenstärke am Gymnasium auf maximal 20 Schülerinnen und Schüler zu beschränken. Die gewählten Fraktions- und Ausschussvorsitzenden hatten alle Hände voll zu tun, um die regen Diskussionen zu moderieren. Die Schriftführer verfassten fleißig Protokolle, Änderungsvorschläge und Beschlussempfehlungen und die Pressesprecher wurden von den emsigen Journalistinnen des „Rasenden Bayernreports“ auf Herz und Nieren geprüft. Nach heißen Diskussionen „beschloss der Landtag“ in der zweiten Lesung eine Beschränkung der Klassengrößen auf 20 Schülerinnen und Schüler in allen Schulformen ab 2012. Hierfür sollten 10.000 neue Lehrerstellen geschaffen werden. Eine Verlängerung der gemeinsamen Grundschulzeit und das Abschaffen des Sitzenbleibens sollten als Modellversuche an einzelnen Schulen ausprobiert werden.

Die Gruppe konnte im Anschluss ihre Erfahrungen und offene Fragen mit den Landtagsabgeordneten Martin Güll (SPD) und Manfred Pointner (FW) diskutieren, ehe dieser Tag lebendiger Politik und erlebter Demokratie in der Landtagsgaststätte ausklang.

 

Stadtrat für einen Tag

41 Schülerinnen und Schüler des Korbinian-Aigner-Gymnasiums nahmen am 1. Dezember 2010 am politischen Planspiel „Stadtrat für einen Tag“ teil, das von Abschlussschülern des Gymnasiums unter Leitung von Sozialkundelehrer Manuel Hock selbst entwickelt worden war.

Die Jugendlichen aus den 10. Klassen durften für einen Tag den Stadtrat stellen, schlüpften in die Rollen der Volksvertreter und agierten mit fiktiven Biographien im Plenum, in Fraktionssitzungen und in Ausschüssen. Nach der Begrüßung durch den Erdinger Bürgermeister Max Gotz, unternahmen die Schüler erste Schritte auf dem politischen Parkett und erarbeiteten Konzepte für die Gestaltung des Naherholungsgebiets Nord.

Der daraus entstandene Antrag der SPD-Fraktion sah u. a. vor, die Liegeflächen am „Kronthaler Weiher“ auszubauen, das sportliche Freizeitangebot auszuweiten und das vorhandene Kiesabbaugebäude zu erwerben und für Sanitäranlagen, Mietgegenstände wie Liegen und Sonnenschirme sowie für einen gastronomischen Betrieb zu nutzen. Zudem sollte der südöstliche Bereich weiterhin schwerpunktmäßig für Jugendliche, das freiwerdende Areal jedoch stärker für Familien und Erwachsene gestaltet werden. Der „Bürgermeister“ überwies diesen Antrag an vorberatende Ausschüsse, die eifrig diskutierten, konkretisierten und modifizierten, sodass nach dem Verlesen der Beschlussempfehlungen in der zweiten Stadtratssitzung eine feurige Diskussion um die Rentabilität und den kulturellen Wert einer Seebühne im Weiher, um die Notwendigkeit des Ausbaus der Zufahrtsstraßen bzw. einer öffentliche Verkehrsanbindung sowie um das Schließen eines Fahrrad- und Fußgängerrundwegs um das beliebte Badegewässer entstand.

Nach der vom „Bürgermeister“ behände moderierten Diskussion und Schlussabstimmung übergab dieser das Wort an den CSU-Stadtrat Jakob Mittermeier, der die gespielte Ratssitzung gespannt verfolgt hatte. Mittermeier lobte, dass viele Aspekte angesprochen worden seien, die auch der Stadtrat diskutiert habe und noch diskutiere und ließ verlauten, dass er sich bei so interessierten Jugendlichen keine Sorgen um die Zukunft der Demokratie in Erding mache. Er brachte die Schüler auf den aktuellen Planungsstand und beantwortete über 30 Minuten die Fragen der Jugendlichen zu Chancen und Problemen der Arbeit eines Stadtrats.

Bei der abschließenden Evaluation zeigten sich die Schüler einhellig begeistert von den gewonnenen Einblicken in die Kommunalpolitik und von der Methode Planspiel. Durch seinen Erlebnischarakter und den handlungsorientierten Ansatz wird dieser Tag erlebter Politik wohl noch lange in positiver Erinnerung bleiben.

Juniorwahl

Am KAG: Schülerinnen und Schüler aus den 10. und 11. Klassen traten am 24. und 25.09.2009 den Urnengang an und simulierten die Bundestagswahl.

Das Gymnasium beteiligte sich 2009 erstmals am bundesweiten Projekt „Juniorwahl“, zu dem sich über 1000 Schulen in allen 16 Ländern und weltweit verteilte Deutsche Auslandsschulen auf allen Kontinenten angemeldet hatten.

Die Sozialkundelehrer Stefan Grabrucker und Manuel Hock ermöglichten es ihren Klassen, sich in der Vorbereitungsphase Wissen zu Parteien und zur Bundestagswahl anzueignen, wobei u. a. Lehrfilme und Wahlspiele herangezogen wurden. Am Ende dieses Unterrichts stand jedoch keine Klassenarbeit, sondern der Wahlakt auf dem Stundenplan.
Hierzu erhielt jeder Schüler eine an ihn adressierte Wahlbenachrichtigung, auf der Wahlort und Wahlzeit vermerkt waren. Erst gegen Vorlage dieses Schreibens beim Wahlvorstand durften die Jugendlichen zur Online-Wahl in den aufgebauten Wahlkabinen schreiten und ihre beiden Stimmen abgeben. So konnte Meinungsbildung geübt und Demokratie direkt erlebt werden.

Die Schüler des KAG wählten mit 30,94 % aller Erststimmen mehrheitlich Dr. Max Lehmer von der CSU zum Vertreter ihrer Region im Parlament in Berlin. Stefan Kisters (GRÜNE) erzielte 27,37 % der Erststimmen, Ewald Schurer (SPD) 15,47 % und Thomas Fickenwirth (FDP) vereinigte 12,49 % auf sich. Es folgten die Kandidaten von ödp und DIE LINKE.
Bei der Auszählung der wichtigeren Zweitstimmen, die bei der echten Wahl über das Kräfteverhältnis der Parteien im Bundestag entscheiden, hatten DIE GRÜNEN mit 35,10 % der von den Schülerinnen und Schülern abgegebenen Zweitstimmen klar die Nase vorn. Die CSU erreichte 18,45 %, die SPD 10,12 %, die ödp 8,33 %, die PIRATEN erzielten gleichauf mit der FDP 7,44 % und DIE LINKE kam auf 2,97 % (Rest: Sonstige). Besonders erfreulich war, dass rechtsextreme Parteien absolut chancenlos blieben. 

Vertreter von über 100 Schulen aus Ober- und Niederbayern waren am Freitag, den 10....

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