Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

Sprachliches, naturwissenschaftlich-technologisches

und musisches Gymnasium

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Мы говорим по-русски

Seit diesem Schuljahr gibt es am Korbinian-Aigner-Gymnasium ein neues Unterrichtsfach: Russisch als spätbeginnende Fremdsprache. Russisch war zwar schon mehrmals als Wahlkurs angeboten worden, doch seit September wagen sich elf unerschrockene Zehntklassler auf unbekanntes Terrain. Neue Vokabeln wollen gelernt werden und mit verschiedensten Konjugationen und Deklinationen ist auch nicht zu spaßen. Dazu kommt die kyrillische Schrift, die natürlich Buchstabe für Buchstabe gelernt und in Exen und Schulaufgaben beherrscht werden muss. Russisch ersetzt dabei Latein und wird verpflichtend bis zum Abitur belegt.

Die kleine Lerngruppe konnte nur deshalb eingerichtet werden, weil das Kultusministerium Russisch in Form von Budgetstunden unterstützt. Anlass dafür wiederum sind zahlreiche Anfragen aus der Wirtschaft, denn Russischabsolventen werden gebraucht. Immer mehr deutsche bzw. bayrische Unternehmen expandieren gen Osten und suchen Mitarbeiter, die der Sprache mächtig sind und außerdem interkulturelle Kompetenzen aufweisen.

In einem dreijährigen Kurs lässt sich vieles erlernen, besonders wenn die Schüler so motiviert an die Sache herangehen wie die jetzigen Zehntklassler. Sie finden Russisch „cool“, fühlen sich in der kleinen Gruppe ausgesprochen wohl, geben auch bei Zungenbrechern wie достопримечатетльность  nicht auf und lassen sich auf Lernspielchen ein, für die sie fast schon zu erwachsen sind. Doch nur so sind rasche Fortschritte möglich und jeder kommt häufig dran. Auch die fremde Schrift stellte kein Problem für die Schüler dar.

Ein besonderer Motivationsschub war sicherlich auch der dreiwöchige Besuch einer Russischkollegin aus Sibirien, die über den pädagogischen Austauschdienst an unsere Schule vermittelt worden war. Sie unterstützte die Schüler besonders beim Erlernen der richtigen Aussprache und erzählte viel Wissenswertes über ihr Land. Reizvoll fanden die Schüler u.a. die Tatsache, dass es in Sibirien kein Hitzefrei gibt, sondern Kälteferien, gestaffelt nach Temperatur und Windstärke und nach dem Alter der Schüler.

Ein Kino- und ein Restaurantbesuch, einmal Shoppen auf Russisch und ein Kochabend waren weitere Highlights in diesem Schuljahr. Schließlich wird es im Juli noch eine Lesung auf Russisch geben. Der Autor Nikolaj Ponomarev  kommt aus  Omsk und liest aus seinem Jugendroman Fotos auf Ruinen. Damit alle etwas verstehen, wird natürlich gedolmetscht.

Insgesamt sind sich die Teilnehmer des Kurses einig: Alle würden wieder Russisch wählen. Bleibt also zu hoffen, dass Russisch sich als spätbeginnende Fremdsprache an unserer Schule etablieren kann. Für das nächste Schuljahr haben sich leider nicht ausreichend Schüler gemeldet, aber das muss ja nicht so bleiben. Надеемся.

Christine Weber

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