Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

Sprachliches, naturwissenschaftlich-technologisches

und musisches Gymnasium

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Fachschaft Religion

Die Fachschaft Religion begrüßt Sie recht herzlich.

Fachbetreuung:

Markus Mitschke (Kath. Religionslehre)

Susanne Kraus (Ev. Religionslehre)

Oliver Hecker (Ethik)

Fachschaftsmitglieder:

Kath. Religionslehre
Hohe, Matthias
Jell, Norbert
Kuhn, Laura
Mitschke, Markus
Neu, David
Volle, Barbara

Ev. Religionslehre
Hatzky, Anja
Kraus, Susanne

Ethik
Fuhrig, Hans-Joachim
Hecker, Oliver
Hillenbrand, Tobias
Pritzl, Sandra

Die Josefsgeschichte als Brettspiel

Für viele Jugendliche ist die Bibel ein altes, verstaubtes Buch und nicht mehr aktuell. Vor allem die Erzählungen des Alten Testaments scheinen von der Lebenswelt der Schüler weit entfernt zu sein. Für die meisten bekommt die Hl. Schrift erst in Problemsituationen, bei Krankheit, Einsamkeit, Trauer und Not eine Bedeutung. Daraus ist zu schließen, dass sich die Bibel erst als bedeutungsvoll erweisen muss. Außerhalb von Krisensituationen kann dies nur geschehen, wenn es den Jugendlichen gelingt, eine Beziehung zur eigenen Lebenssituation herzustellen.
Im Rahmen des Lehrplans für die 5. Klasse begegnen die Schüler in katholischer Religion Menschen, die „in kritische Lebenssituationen geraten, dabei aber die Nähe Gottes erfahren [...] und Christen in diesen Glaubenserfahrungen immer wieder neue Hilfe für ihr eigenes Leben finden.“ (LP 5.1) Wie im wirklichen Leben der Kinder, so ist auch das Leben der biblischen Personen vielfach von Umwegen und Irrwegen bestimmt. Doch es zeigt sich, dass durch Gottes Gegenwart immer wieder neue Lösungswege aufscheinen.
Als Vertiefung des im Unterricht erarbeiteten Wissens stellten die Schüler auch dieses Jahr wieder den Weg des biblischen Josef in Form eines Brettspiels nach. Auf diese Weise bekamen sie mittels handlungs- und produktionsorientierter Verfahren einen persönlichen Bezug zum Text. Mit den selbst erstellten Spielen gelang es, die Distanz zwischen eigener Erlebniswelt und den alttestamentlichen Texten zu überwinden. Dabei wurde von den Schülern viel Kreativität gefordert. Wie die Ergebnisse ihrer Arbeiten belegen, waren sie dazu auch in erhöhtem Maße bereit. Zudem wurden mit Hilfe der Erstellung eines Spiels verschiedenste Kompetenzen initiiert oder vertieft. Hier wären neben sprachlichen Fertigkeiten auch solche Fähigkeiten zu nennen, die für das spätere Berufsleben beDie
Josefgeschichte als Brettspiel
Ein Projekt der Klassen 5B/F sowie 5E
deutsam sind: Teamfähigkeit, Planung, Kreativität, Ausdauer, Ausdrucksfähigkeit, Gestaltungsfähigkeit und Improvisationstalent.
Während der Präsentation der Ergebnisse vor der Klasse konnten sich die Mitglieder der jeweiligen Arbeitsgruppen auch bei den anderen Gruppen einklinken, sodass im gemeinsamen Spiel Schule zum Erlebnisraum wurde.

Markus Mitschke

Besuch im Jüdischen Kulturmuseum Augsburg

Nachdem der Lehrplan für die Fächer K und Ev die Behandlung des Themas „Judentum“ für die 9. Klassen vorschreibt, fahren wir nun schon seit einigen Jahren zum Ende des Schuljahres nach Augsburg, um das erworbene Wissen durch die Besichtigung der eindrucksvollen Synagoge zu vertiefen. Der heilige Raum wird vom Synagogenführer kenntnisreich erklärt und es werden interessante historische Daten und Zusammenhänge erläutert – vor allem aber kann man hier etwas spüren, was kein Textbuch vermitteln kann.
Das angeschlossene Museum erklärt u.a. sehr anschaulich den Alltag von Juden. Wie ist das heutzutage mit der Beschaffung und Zubereitung von koscherem Essen? Und nehmen das wirklich alle Juden ganz genau? Auf solche und vielerlei andere Fragen sind die oft jungen, meist wissenschaftlich arbeitenden (und nicht immer selbst jüdischen) Museumsführer gut vorbereitet. Und weil Augsburg ja noch so viel mehr zu bieten hat, haben wir in diesem Jahr nach einer Mittagspause noch eine 1,5stündige Stadtführung „Auf den Spuren der reichen Fugger“ angeschlossen. Gegen 14.30 Uhr fuhren wir dann mit vielen Eindrücken wieder zurück zur Schule.

Anja Hatzky

Religionsunterricht und Schulpastoral

„In der pluralistischen Gemeinschaft werden auf kurzatmige Weise eine Vielzahl von Sinnmustern angeboten. Aber es gibt sie für den jungen Menschen meist nur ohne persönliche Haftung, ohne biographische Bewährung, außerhalb wechselseitiger Verbindlichkeiten. In der Kirche – so kann es immer noch täglich erfahren werden – schöpfen nach wie vor Menschen aus dem Evangelium und aus der kirchlichen Tradition einen Reichtum spiritueller Erfahrungen, weil ihnen dies in der Gemeinde durch das Leben anderer bezeugt und verbürgt wird.“
Die bildende Kraft des Religionsunterrichts S. 65
Im konfessionellen Religionsunterricht geht es um einen ganzheitlichen Erziehungsauftrag, bei dem neben fachlichem Wissen auch tragfähige Lebensperspektiven erarbeitet werden. Nach den Worten Hans Zehetmairs, dem Vorsitzenden der Hanns-Seidel-Stiftung, lasse sich Bildung nicht auf die berufliche Verwertbarkeit von Wissen reduzieren. Durch seine Besinnung auf das Sinnfundament und den gemeinsamen Wertehorizont garantiere der Religionsunterricht eine ganzheitliche Erziehung. Neben dem Erlernen der vielfältigen religiösen Grundlagen werden die Schüler für „eine Kultur des Lebens“ sensibilisiert, welche „angesichts moderner Infragestellungen die unbedingte Würde des Menschen sichert.“ Aus diesem Grund vermittelt der Religionsunterricht den Kindern und Jugendlichen auch eine Reihe von fachübergreifenden Kompetenzen: „Sie treten für die Menschenrechte ein“ und „sind motiviert zum Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“ (vgl. den Fachlehrplan für katholische Religionslehre).
Im Schuljahr 2010/2011 gestalteten die Fachschaften Katholische und Evangelische Religionslehre mehrere Gottesdienste. So fanden zu Beginn des Schuljahres in der Pfarrei Mariä Verkündigung für die 5. Klassen sowie für die restlichen Jahrgangsstufen Schuljahresanfangsgottesdienste statt. Vor den Osterferien wurde zusammen mit Herrn Pfarrer Dr. Vogler ein Passionsgottesdienst abgehalten, sodann die beiden Abiturjahrgänge mit einem eigenen Abi-Gottesdienst verabschiedet und auch das Schuljahr selbst soll nicht ohne einen gemeinsamen Abschlussgottesdienst beendet werden.
Darüber hinaus gab es zahlreiche Veranstaltungen, die oftmals auch gemeinsam oder in Absprache mit anderen Fachschaften durchgeführt wurden, wie z.B. in Zusammenarbeit mit der Fachschaft Musik die besinnliche Stunde vor Weihnachten. Für die 8. Jahrgangsstufe wurden Besinnungstage auf der Saldenburg abgehalten (vgl. den eigenen Artikel darüber) und die 9. Jahrgangsstufe besuchte die Synagoge in Augsburg. Auf diese Weise gestaltet der Religionsunterricht das Schulleben aktiv mit und leistet einen wichtigen Beitrag zur Ausprägung einer am Mitmenschen orientierten Schulkultur.
Nicht zuletzt möchten wir Religionslehrer uns ganz herzlich bei der Fachschaft Musik für die gute Zusammenarbeit bedanken, aber auch bei allen anderen Kolleginnen und Kollegen und vielen engagierten Schülern, ohne deren zuverlässige Hilfe die genannten Veranstaltungen, Projekte und Fahrten nicht so erfolgreich möglich wären.

Markus Mitschke

Aktuelles:

12. Januar 2012, 15:19

Informations-Veranstaltung zum Übertritt an das Korbinian-Aigner-Gymnasium

Montag, 05. März 2012 um 19.00 Uhr in der Aula des Korbinian-Aigner-Gymnasiums.