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Variatio delectat – Der Dies Latinus am KAG

Anno domini MMXVII: Tota schola a Romanis occupata est… Totane? Certe! Tatsächlich haben an diesem Dienstag die Römer das Korbinian-Aigner-Gymnasium erobert! Die Sechstklässler entflohen dem grauen Schulalltag, um in die alten Mittelmeerkulturen einzutauchen. Mit großem Engagement beteiligten sie sich einen ganzen Schultag lang an den verschiedenen Workshops, um ihr Wissen über die Kultur der alten Römer und Griechen unter Beweis zu stellen und weiter zu vertiefen.

Kaum ein Bereich der römischen Alltagswelt wurde ausgelassen. So bot sich die Gelegenheit, zu töpfern, nach alten Rezepten zu kochen, Taschen mit lateinischen Sprüchen zu verzieren, Wachstafeln zu basteln, eine antike Schreibwerkstatt zu besuchen oder Mosaike anzufertigen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Mit viel Freude gingen die Schülerinnen und Schüler ans Werk: Sie fabrizierten Gegenstände wie Öllämpchen und kochten in der neuen Schulküche Speisen, die selbst das Angebot des neuen Caterers in den Schatten stellten. Nach einer theoretischen Einführung zum Kochen in der Antike ging es an die Praxis. Die Kinder ließen sich von den Ideen des letztjährigen P-Seminars „Kochen wie die Römer“ inspirieren. Unter Anleitung von Frau Brunner und Frau Schwendter versuchten sich die kleinen Nachwuchsköche daher nicht nur an Opferbrot und süßen Mohnknödeln, sondern auch Datteln im Speckmantel, Knoblauchpaste, Hähnchensalat mit Pinienkernen und Gurke. Und wer weiß, vielleicht finden sich libum, panis militaris, moretum und globi ja demnächst auf der Speisekarte der Schulkantine?

Einen Höhepunkt stellte wie jedes Jahr „Ringen wie die alten Griechen“ dar. Gestärkt von den Köstlichkeiten römischer Kochkunst und erfüllt vom Kampfesgeist, konnte man sich verschiedensten antiken olympischen Sportarten widmen: Zur Begeisterung der Schüler waren verschiedenste Disziplinen wie Standweitsprung, Stadionlauf, Kugelstoßen und Ringkampf ebenso wie Pferderennen im Programm enthalten.

Die Aussagen der Teilnehmer fassen den Erfolg des Dies Latinus gut zusammen: „Es macht Spaß und ist mal etwas anderes.“ „Wir finden die Themen interessant. Man lernt viel über andere Kulturen.“ „Es ist eine gute Abwechslung zum normen Schulalltag und Unterricht.“ „Man kann seiner kreativen Ader freien Lauf lassen und lernt dabei etwas für Latein und Geschichte.“ „Das macht so viel Spaß, dass wir es jedes Jahr machen wollen!“

Mit Sicherheit hat jeder Teilnehmer ein kleines Stück Rom und somit hoffentlich auch ein großes Stück Motivation für das doch eher anstrengende Lernen von lateinischer Grammatik mit nach Hause genommen. Dass Latein tot ist, gehört jedenfalls schon längst in den Bereich der Mythen. In diesem Sinne: Carpe diem!

Sandra Lehner für die Fachschaft Latein

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