Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

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Das P-Seminar Deutsch auf der Leipziger Buchmesse

 

 

18.03.2011, 9.00 Uhr:  Treffpunkt Hauptbahnhof München

Am Gleis 17 stehen zwischen bunten Kofferbergen 13 Seminaristen voller Vorfreude und guter Laune zusammen mit Herrn Hock und Frau Nold und warten auf ihren Zug Richtung Ostdeutschland. Nach Leipzig soll die Reise gehen, um die weltweit bekannte Buchmesse zu besuchen!

Das Ziel unseres P-Seminars ist die Organisation und Durchführung eines literarischen Herbstfestes, in dessen Vordergrund Bücher für Jugendliche stehen sollen. Um uns Ideen, Kontakte und eventuell schon erste Vorstellungen anzueignen, war die Buchmesse für uns natürlich ein MUSS! Bis dorthin hatten wir noch einige Kilometer vor uns und insgesamt acht Stunden Fahrt! Doch Muffins und ein Piccolo – spontan und überraschend feierten wir während einer nicht vorhergesehenen Wartezeit den Geburtstag unseres lieben Herrn Hock – versüßten uns schließlich die anstrengende Reise.

 

18.03.2011 , 17.30 Uhr: Ankunft Hbf Leipzig

Trotz leichter Ermüdung suchten wir unsere Herberge mit Elan auf ... und was wir sahen, gefiel. An dieser Stelle sei Regina ein großes Lob ausgesprochen, die sich im Vorfeld um unsere Unterbringung gekümmert hatte.

Zunächst wurde neue Kraft geschöpft. Die hatten wir auch nötig, denn schon bald ging es zu Fuß weiter zur LESUNG DER UNABHÄNGIGEN VERLAGE. Dort teilten wir uns auf zwei Areas mit unterschiedlichen Programmen auf, die jeweils eine Stunde dauerten. Binnen dieser Zeitspanne hatten pro Stockwerk je drei Autoren aus ganz unterschiedlichen Bereichen die Möglichkeit, sich und ihre lyrischen oder epischen Werke zu präsentieren. Unter ihnen befand sich beispielsweise die vielversprechende Nachwuchsautorin und Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendiatin Marie T. Martin, die durch ihren eigenwilligen, poetischen und stellenweise sehr humorvollen Zugriff auf die Wirklichkeit bestach.

Besonders erwähnenswert war an diesem Abend außerdem die außergewöhnliche Location: eine ruinenhafte, interessant gestaltete alte Halle, in der eine tolle Atmosphäre herrschte. Der Kontrast zwischen moderner Literatur und uraltem Gebäude wirkte!

19.03.2011: Buchmesse Leipzig

Bevor wir uns am Samstag auf den Weg zur Messe machten, lief uns schon beim Frühstück die eine oder andere „verrückte Gestalt“ über den Weg. Als es aber losging und wir uns dem Messegelände Leipzig näherten, kamen wir immer mehr ins Staunen: Die Menschenmasse wurde immer größer und auch bunter, denn immer mehr Feen, Manga-Helden, Pokemons und andere skurrile Gestalten mischten sich unter die Menge von Leseratten und Bücherwürmern. Die Erklärung: Im Rahmen der Buchmesse fand das beliebte CosPlay statt, bei welchem sich vor allem Jugendliche wie die Helden ihres Lieblingsbuches verkleiden.

Mit der Zeit gewöhnten wir uns an das bunte Treiben und konnten uns voll und ganz auf unser Ziel konzentrieren. In Kleingruppen machten wir uns auf die Suche nach ansprechender Jugendliteratur für Mädchen und Jungs im Alter von 12-16 Jahren, nach Ansprechpartnern von Verlagen, um Verbindung mit Autoren herzustellen, und nach der Erkenntnis, was wirklich „hip“ ist.

Praktisch war auch, dass eine Veranstaltung stattfand, in der die LEIPZIGER JUGEND-LITERATUR-JURY sechs ausgewählte, „hippe“ Bücher vorstellte. Somit konnten wir uns einen Eindruck vom derzeitigen Büchergeschmack der Jugend machen. Außerdem besuchten einige Seminaristen Lesungen von bekannten Autoren wie Kevin Brooks und Kai Meyer. Interessant waren hierbei für uns besonders die Gestaltung und der Ablauf einer Autorenlesung.

Nach fünf Stunden ausgiebigen Suchens, Schmökerns und Staunens rauchten unsere inspirierten Köpfe und wir beschlossen, noch einen näheren Blick auf Leipzigs Innenstadt zu werfen.

Am Abend ließen wir den erfolgreichen Tag bei gemütlichem Beisammensein ausklingen.

 

20.03.2011: Leipzig ade

Wir traten den Heimweg nach München an. Unser Gepäck jedoch wog nun schwerer, da es durch viele tolle Eindrücke und neue Erfahrungen bereichert war. Auch fuhren wir nicht als Einzelpersonen nach Hause, sondern als junges, ideenreiches Team mit Zukunftsperspektiven.

Unser Fazit für die Fahrt nach Leipzig fällt durchwegs positiv aus.

Aber was sollen wir lange Lobreden halten, wenn es doch Goethe bereits auf den Punkt gebracht hat:

„Mein Leipzig lob` ich mir, es ist ein klein` Paris und bildet seine Leute.“ (Goethe, Faust)

 

 

 

Anna Eschbaumer, Katharina Gotz, Viktoria Mair (Q11)

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