Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

Sprachliches, naturwissenschaftlich-technologisches

und musisches Gymnasium

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Familien- und Sexualerziehung in den achten Klassen

Nach dem Bayerischen Gesetz für Erziehung und Unterricht gehört eine altersgemäße Familien- und Sexualerziehung mit dem vorrangigen Ziel der Förderung von Ehe und Familie zu den Aufgaben der Schule. In der Mittelstufe wird die Thematik schwerpunktmäßig im Fach Biologie aufgegriffen.

Unterstützung erhielten die Biologielehrkräfte der achten Klassen am Gymnasium Erding II von der Familienberatungsstelle Ismaning, die, wie bereits im Vorjahr, jeweils dreistündige Einheiten in den Klassen umsetzten. Die Schwangerschafts-Konfliktberatungsstelle kann im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrags an Schulen sexualpädagogische Einheiten durchführen. Die zwei Diplom-SozialpädagogInnen der Familienberatung Ismaning, Frau Klein und Herr Pechhacker, reisten mit einem Stapel Broschüren, vielen Moderationsmaterialien und einem Verhütungskoffer an.  


Inhaltlicher Schwerpunkt der dreistündigen Einheiten, an denen die Biologielehrkräfte selbst nicht teilnahmen, war das Verhütungsverhalten von Jugendlichen. Nach Auskunft der Familienberatungsstelle wurde in der Beratung Schwangerer deutlich, dass neben unzureichendem Wissen über Verhütungsmittel die beziehungsdynamischen und persönlichen Faktoren eine Rolle gespielt haben, wenn Verhütung missglückt ist. Folgerichtig stellt die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülen soziale und psychologische Aspekte von Sexualität, Beziehung und Verhütung in den Mittelpunkt. Auf Moderationskarten wurde in Kleingruppen alles gesammelt, was zu einer ungeplanten Schwangerschaft führen könnte. Dann hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, einzelne Methoden der Empfängnisverhütung genauer kennen zu lernen. Dabei bekamen sie auch Informationen zu AIDS, insbesondere zur Prävention von HIV-Infektionen. Hier handelt es sich um eine Thematik, die zunehmend aus den Schlagzeilen und dem Bewusstsein der Bevölkerung verschwindet. Man darf aber nicht darüber hinwegsehen, dass weltweit ca. 40 Millionen Menschen mit dem HI-Virus leben und die Krankheit nach wie vor nicht geheilt werden kann. Auch der starke Anstieg der HIV-Infektionen in Osteuropa, auf den Deutschland insbesondere im Hinblick auf die EU-Osterweiterung vorbereitet sein muss, unterstreicht die ungebrochene Notwendigkeit einer effizienten HIV-Prävention.

Die Schülerinnen und Schüler berichteten von den Stunden, dass sie sehr viel gelacht hätten. Gerade die humorvolle Arbeit in einer entspannten Atmosphäre liegt dem Team aus Ismaning besonders am Herzen, denn das Lachen löst Anspannungen und ermöglicht einen leichten Zugang zum Reden über Sexualität - ohne die Ernsthaftigkeit des Themas in Frage zu stellen. Die Schüler trauen sich dann viel mehr Fragen zu stellen ? und dies wird sicherlich auch dadurch unterstützt, dass bei diesem Unterricht der Biologielehrer nicht dabei ist.

  

Erding, Februar 2006

Andrea Hafner

Susanne Dyckerhoff

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