Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

Sprachliches, naturwissenschaftlich-technologisches

und musisches Gymnasium

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Tischleich, deck dich: Unterstützung der TAFEL Erding

Tischlein, deck dich – unter diesem Motto unterstützt das Korbinian-Aigner-Gymnasium tatkräftig und überaus engagiert die Erdinger TAFEL, die angesichts von immer mehr zu versorgenden Menschen in der Region auf die Mithilfe unserer Schülerinnen und Schüler angewiesen ist.

Deshalb bat die TAFEL-Botschafterin Stefanie Krieber von der Herzog-Tassilo-Realschule Erding die Schulfamilie des Korbinian-Aigner-Gymnasiums darum, dem Beispiel der Realschüler zu folgen und die TAFEL zu unterstützen. Lehrerkonferenz und Klassensprecherversammlung zögerten nicht und sagten ihre Hilfe zu. So tragen die Schülerinnen und Schüler des Korbinian-Aigner-Gymnasium seit dem Schuljahr 2014 / 2015 Woche für Woche Hygieneartikel und unverderbliche Lebensmittel wie Öl, Mehl und Teigwaren zusammen, die dann in einer Karton gesammelt und mittwochs von den Mitarbeitern der TAFEL abgeholt werden.

Im folgenden Interview erklärt Frau Bauernfeind, die Vorsitzende der Nachbarschaftshilfe Erding e.V., was mit den Spenden passiert:

Wer kann eigentlich Lebensmittelspenden bekommen und wie funktioniert das? – Die Tafel ist ein Angebot an Bedürftige. Das heißt, wer einen Hartz-VI-Bescheid oder - das betrifft vor allem Rentner- einen Nachweis vorlegen kann, dass er Grundsicherung erhält, bekommt von uns einen Tafelausweis.  Die Bedürftigkeit wird von uns regelmäßig kontrolliert. Außerdem versorgen wir seit September 2014 auch Asylbewerber. Auf dem Tafelausweis ist auch die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen vermerkt. Es kommen auch sehr viele Familien zu uns. An der Haushaltsgröße orientiert sich auch, wie viele Lebensmittel der einzelne Kunde bekommt. Wir packen dazu unterschiedlich große Körbe, die der Kunde bekommt. Einzelne Produkte daraus können umgetauscht werden, beispielsweise Äpfel gegen Birnen, Käse gegen Wurst und ähnliches.

Woher kommen die vielen Lebensmittel? – In erster Linie von den Supermärkten in Erding und mehreren Bäckereien. Für Brot und Gebäck sind unsere Fahrer mit dem Tafelauto bis Moosinning und Lengdorf unterwegs. Hinzu kommen Hilfsaktionen von Vereinen, Privatleuten, Lebensmittelproduzenten, Landwirten, Gemeindeverwaltungen, Kindergärten und Schulen.

Wie wichtig ist die Unterstützung durch die Schulen? – Die Hilfe der Schüler und Schülerinnen ist sehr, sehr wichtig. Manche Schulen sammeln zu speziellen Anlässen, zum Beispiel Weihnachten oder St. Martin. Eine Sonderstellung nehmen jedoch die Carl-Orff-Grundschule Altenerding, die Mädchenrealschule Heilig Blut, die Herzog-Tassilo-Realschule, und, ganz neu, das Korbinian-Aigner-Gymnasium ein. In diesen Schulen werden wöchentlich Sammelkisten von Klasse zu Klasse weitergegeben und mit Lebensmitteln gefüllt, die wir von den Supermärkten sehr selten bekommen: Trockenware wie Reis und Nudeln, Konserven,  Speiseöl, Zucker, Mehl, Kaffee, Tee, H-Milch, Schokolade, Waschmittel, Körperpflegeprodukte und ähnliches, was entweder kein Mindesthaltbarkeitsdatum hat, oder eines, das erst in weiter Zukunft abläuft. Gerade diese Artikel sind bei unseren Kunden sehr beliebt. Einerseits sind diese Lebensmittel teilweise teuer, andererseits können die Kunden sie nutzen, wenn sie sie wirklich brauchen. Obst, Gemüse, Salat oder Milchprodukte unmittelbar am Ablaufdatum müssen hingegen möglichst schnell aufgebraucht werden, ob die Kunden gerade Appetit darauf haben, oder nicht.

Wer arbeitet im Tafelladen? – Es sind hauptsächlich Frauen und meist Damen und Herren im Rentenstand. Wir brauchen unsere Helfer montags, dienstags und mittwochs am Vormittag, wenn also die meisten Berufstätigen arbeiten. Unsere rund 60 Helferinnen und Helfer – von denen jede Woche rund 20 gebraucht werden – sind eine bunte Truppe. Von der Hausfrau über den pensionierten Lehrer bis hin zu einem jungen Piloten sind etliche Berufsgruppen vertreten. Die Männer sind meistens unterwegs, um von Montag bis Mittwoch die Ware bei den Supermärkten abzuholen. Die Frauen sortieren die Ware, kontrollieren das Mindesthaltbarkeitsdatum, räumen die Lebensmittel in Regale oder Kühlungen ein und geben sie am Mittwochvormittag an die Kunden aus.

Ihre Arbeit und die Ihrer Helfer ist rein ehrenamtlich. Welche Beweggründe haben Sie, so viel Zeit und Mühe für die Kunden der Tafel aufzuwenden? – Eine Helferin hat einmal sehr ehrlich gesagt: „Ich tu' das eigentlich für mich selbst.“ Anderen Menschen zu helfen, tut einem selbst gut. Viele unserer Helferinnen und Helfer finden es schön, auch im Ruhestand eine sinnvolle Beschäftigung zu haben. Mich hat ursprünglich vor allem der Gedanke der Tafeln überzeugt, genießbare Lebensmittel nicht wegzuwerfen, sondern an Menschen zu verteilen, die sie gut brauchen können. Aber darüber hinaus sind mir die Kunden mittlerweile sehr vertraut geworden, und für viele ist die Tafel eine wichtige Einrichtung geworden, bei der sie nicht nur Lebensmittel bekommen, sondern auch Freundschaft, Hilfe bei vielen Problemen, oder einfach Zuwendung und Aufmerksamkeit. Und: Auch die Helfer sind mir richtig ans Herz gewachsen und ich möchte sie nicht mehr missen.

Aufgrund der enormen Spendenbereitschaft, die die Schülerinnen und Schüler zeigen, können der TAFEL inzwischen zwei Kisten überreicht werden. Ein riesengroßes Dankschön ergeht an die gesamte Schüler-, Eltern- und Lehrerschaft des KAGs, die gemeinsam dieses wichtige Projekt so bereitwillig und tatkräftig unterstützen.

Sonja Wunderlich

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