Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

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Schulsanitätsdienst

Wir sind ein großes Team von Schülern aus der 5. bis 11. Klasse, die stets als erste vor Ort sind, falls jemand in der Schule in einem Notfall versorgt werden muss. Schulsanitäter zu sein bedeutet: hinschauen -  beurteilen – handeln können. Wir wurden vom Roten Kreuz dazu als Ersthelfer ausgebildet und haben gelernt, was bei Verletzungen und anderen Notfällen als erste Hilfsmaßnahmen zu tun ist.

Wenn Ihr uns kennen lernen wollt oder mehr über den Schulsanitätsdienst und über „Erste Hilfe“ erfahren wollt, schaut auf das Schwarze Brett des Schulsanitätsdienstes im ersten Stock. Viele von uns sind aber auch auf den folgenden Bildern zu sehen, die uns bei der intensiven Ausbildung im Dezember 2010 durch Herrn Jan Hübner vom BRK zeigen.

Hauptanliegen des Schulsanitätsdienstes sind Unfallverhütung und Erste Hilfe-Leistung während des Unterrichts, im Pausenhof und bei allen Schulveranstaltungen wie Sportfesten, Sommerfesten oder Wandertagen.

Während der regulären Schulzeit sind wir immer im Zweier- oder Dreierteam in Bereitschaft, ein Einsatzplan der diensthabenden Schulsanitäter liegt im Sekretariat und im Lehrerzimmer und hängt an der Tür des Sanitätsraum aus. In den Pausen sind wir in der Regel im Sanitätsraum im Erdgeschoss anzutreffen, während des Unterrichts kann man uns über das Sekretariat aus den Klassen herausrufen lassen.

Wir treffen uns nun meist alle 14 Tage oder nach Vereinbarung mit unserer Lehrerin, Frau Ulla I. Klein (Biologie), besprechen dann die geleisteten Einsätze oder üben das Verhalten in bestimmten Notfall-Situationen. Zur Fortbildung werden wir auch Einrichtungen des roten Kreuzes oder anderer Hilfsorganisationen besuchen. Wer uns als Schulsanitäter unterstützen oder selbst Schulsanitäter werden möchte, oder wer Fragen zur Ersten Hilfe hat, der wende sich bitte an unsere Lehrerin.

Obwohl wir gern als Schulsanitäter tätig sind, hoffen wir natürlich, dass wir nicht zu oft gebraucht werden, und dass es keine schlimmen Unfälle an unserer Schule geben wird. 

Ein Unfallszenario oder: „Wie könnte ein Einsatz der Schulsanitäter ablaufen?“

9:50 Uhr, erste große Pause, Schulhof: Die Schülerinnen und Schüler sind bei dem schönen Wetter draußen, die Kleinen toben ein wenig herum, da fällt einer unglücklich hin, schreit auf und kann nicht mehr aufstehen. Erschrocken und ratlos stehen die Freunde um ihn herum, der Aufsichtslehrer eilt herbei, um festzustellen, was passiert ist. Er sieht gleich – hier ist Erste Hilfe nötig.
Wisst Ihr, wie es nun weitergeht oder besser, wie es richtig weitergehen sollte?
Der Lehrer schickt einen Schüler ins Sanitätszimmer, um die diensthabenden Schulsanitäter zu alarmieren, denn er weiß, sie sind dort während der Pause direkt zu finden. Diese schnappen sich einen Einsatzrucksack und eilen zum Verletzten. Der Lehrer kann sich nun auf einem anderen Teil des Schulhofs um eine Gruppe von Streithähnen kümmern, in der es verdächtig nach aufkommenden Handgreiflichkeiten aussieht. Die beiden Schulsanitäter fragen den Verletzten, was ihm wehtut und ob er das Bein bewegen oder belasten kann, um festzustellen, wie schwer er verletzt ist. Sie sehen, die Hose ist zerrissen, darunter liegt eine oberflächliche, wenig blutende Schürfwunde. Mehr ist von außen nicht zu erkennen. Aber es sieht so aus, als sei das Bein gebrochen. Sie setzen ihn vorsichtig auf und stützen seinen Rücken ab, damit er eine bequeme Haltung einnehmen kann. Die Verletzung muss unbedingt von einem Arzt behandelt werden.
Ein Schulsanitäter eilt nun ins Sekretariat, um dort um den
Notruf 112 zu bitten. Er schildert dann den Unfall mit den nötigen Angaben:
Was ist geschehen?
Sturz
Wer und wie viele sind verletzt?
Ein Bub aus der 7. Klasse.
Welche Verletzungszeichen gibt es?
Linkes Bein nicht mehr belastbar (gebrochen?).
Wo ist der Verletzte zu finden?
Auf dem mittleren Schulhof (im KAG).
Dann geht er zum Vordereingang, um auf die Rettungshelfer zu warten, sie gleich in Empfang zu nehmen und auf dem kürzesten Weg zum Verletzen zu bringen.
Der andere Schulsanitäter versorgt inzwischen die Wunde. Er legt eine sterile Kompresse auf die Verletzung und wickelt geschickt ein Dreiecktuch darum, mit dem die Kompresse festgehalten wird. Während der ganzen Zeit spricht er ruhig und tröstend auf den Verletzten ein und erklärt ihm, was er mit ihm macht und wie es weitergehen wird. Es gelingt ihm sogar ein kleiner Witz und der Pechvogel lächelt, wenn auch ein wenig gequält. Langsam erholt er sich von seinem Schrecken. Der Schulhofboden, auf dem er sitzt, ist ein wenig feucht, deshalb nimmt der Schulsanitäter nun doch die Rettungsdecke hervor, um den Verletzten darauf zu setzen. Nein, kalt sei ihm nicht, sagt der Bub. Die Sonne wärmt heute ausreichend. Andernfalls wäre es wichtig, ihn mit einer Decke warm zu halten.
Jetzt ist Gelegenheit, den Namen des Gestürzten ans Sekretariat weiterzugeben, damit seine Eltern verständigt werden können. Schon nach kurzer Wartezeit (die Schule ist sehr nah an der Rettungsleitstelle des BRK) erscheinen zwei Männer des Rettungsdiensts, sie haben die Trage gleich mitgebracht. Beim Verletzten angekommen, erkundigen sie sich nach der Situation, inspizieren das Bein, überpüfen die Erstversorgung der Wunde (alles perfekt). Dann tragen sie den Verletzten zum Wagen und bringen ihn ins Krankenhaus.
Die beiden Rettungssanitäter sammeln ihre Sachen wieder ein, schreiben in ein Formular ein kleines Protokoll, das im Krankenzimmer abgeheftet wird, und gehen dann zufrieden in ihren Unterricht. Wieder einmal konnten sie helfen, einen Verletzten richtig, gut und schnell zu versorgen – ein gutes Gefühl.
So oder ähnlich ist es auch bei uns schon abgelaufen. Unser Schulsanitäter-Team am KAG (Wahlunterricht „Erste Hilfe“) besteht derzeit aus 20 Schülern aller Altersklassen. Im Dezember war ein Ausbilder vom Roten Kreuz bei uns. Wir haben in 4 x 4 Stunden die wichtigsten Maßnahmen der Ersten Hilfe gelernt. Seitdem wiederholen und üben wir das Gelernte, haben unser Verbandsmaterial auf Verfallsdaten hin geprüft und ersetzt, die Ausstattung des Krankenzimmers ergänzt, und die Organisation rund um den Schulsanitätsdienst durchsichtiger und damit hoffentlich noch wirksamer gemacht.
Viele werden sich erinnern: wir haben unsere Arbeit am Tag der offenen Tür mit Postern und einer kleinen Ausstellung präsentiert. Mit unserem Quiz wollten wir darauf hinweisen, wie wichtig es ist, über die Sofortmaßnahmen im Notfall Bescheid zu wissen. Die rege Teilnahme der Besucher zeigte das Interesse; manchem war aber die Ratlosigkeit bei der Beantwortung unserer Fragen anzusehen. Ob wir im Juli bei unserer Teilnahme am Oberbayerischen Schulsanitätsdienst-Wettbewerb schon einen Preis erringen können, wird sich zeigen, aber wir werden auf jeden Fall mit einer Gruppe Mutiger daran teilnehmen. Außerdem wollen wir noch einen Besuch bei der Freiwilligen Feuerwehr oder dem Roten Kreuz machen. Wir wollen die Profis selbst einmal befragen und ihre Arbeit näher kennen lernen. Wenn es dieses Schuljahr nicht mehr klappt, dann halt im nächsten Jahr.
Alles in allem war es ein sehr erfolgreiches Jahr, in dem wir zu einem handlungsfähigen Team zusammengewachsen sind. Glücklicherweise gab es in unserer Schule nur wenig Verletzte oder sonstige ernste Notfälle. Aber auch bei kleinen Problemen konnten die Schulsanitäter Lehrer und Sekretariat kundig und wirkungsvoll entlasten. Mal abwarten, ob im nächsten Jahr noch neue Schülerinnen und Schüler bei unserer Arbeit mitmachen wollen.

Eindrücke aus dem Ersthelfer-Kurs im Dezember 2010

Unser Ausbilder vom BRK: Jan Hübner
20 interessierte Teilnehmer
Der Rettungsgriff
Tragen mit einer Decke
Stabile Seitenlage
aufmerksame Zuschauer
Unterlegen einer Rettungsdecke
Übungen mit dem Dreiecktuch: Druckverband
Übungen mit dem Dreiecktuch: Schulterverband
Übungen mit dem Dreiecktuch: Ellbogenverband
Übungen mit dem Dreiecktuch: Kopfverband
Übungen mit dem Dreiecktuch: Handverband

Aktuelles:

12. Januar 2012, 15:19

Informations-Veranstaltung zum Übertritt an das Korbinian-Aigner-Gymnasium

Montag, 05. März 2012 um 19.00 Uhr in der Aula des Korbinian-Aigner-Gymnasiums.