Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

Sprachliches, naturwissenschaftlich-technologisches

und musisches Gymnasium

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Andiamo ad Ancona – ein Reisebericht der Klasse 10E

„Benvenuti“ hieß es auch dieses Jahr wieder in Italien und Deutschland beim Schüleraustausch der Klasse 10e mit dem Savoia Benincasa in Ancona. Anfang Dezember 2011 kamen die italienischen Austauschschüler mit ihrer Deutschlehrerin Frau Kreetz zu uns nach Erding und jeder italienische Schüler lebte eine Woche lang bei der Familie eines deutschen Schülers. Während dieser Zeit haben wir viel mit unseren Austauschpartnern unternommen, waren beispielsweise Schlittschuh laufen oder haben Weihnachtsmärkte besucht. Neben Erding konnten die Italiener aber auch München und Landshut erkunden. Ein besonderes Highlight war der Besuch der Therme Erding, bei dem alle viel Spaß hatten. Als wir uns dann am Samstag wieder verabschieden mussten, waren wir alle sehr traurig, aber freuten uns umso mehr auf den Gegenbesuch im April 2012.
Nachdem wir also bereits eine schöne Woche mit den Italienern in Deutschland verbracht hatten, waren wir voller Vorfreude auf das Wiedersehen in Ancona.
Neugierig warteten wir am Münchner Flughafen auf unser Flugzeug nach Italien und konnten es kaum erwarten, endlich zu landen und zu sehen was uns erwartet.
Am Nachmittag wurden wir in Ancona herzlich von unseren Austauschpartnern empfangen und verbrachten den restlichen Tag in unserer Gastfamilie.
Nach der ersten Nacht in Italien trafen sich alle Schüler an der Piazza Cavour. Anschließend führten die italienischen Schüler die Deutschen durch das Stadtzentrum Anconas, zeigten verschiedene Sehenswürdigkeiten und hielten kleine Vorträge darüber. Am Nachmittag unternahm jeder Schüler etwas mit seinem Austauschpartner. Die meisten waren bei schönstem Wetter am Strand und genossen „Bella Italia und dolce vita“.
Am Donnerstagmorgen trafen wir uns in der italienischen Schule und wurden von der Direktorin begrüßt, worauf es gleich danach ein großes Frühstück – vorbereitet von unseren italienischen Partnern – gab. Danach besuchten wir noch für die restlichen 3 Schulstunden des Tages in verschiedenen Klassen verteilt den Unterricht. Anders als hier sind die Unterrichtsstunden dort jeweils immer eine ganze Stunde lang!
Nach dem Unterricht machten wir uns samt den Italienern zu den Grotten von Camerano auf. Was wir hier zu sehen bekamen, war ein unterirdisches Netz; die Wände und Räume der Grotten bestanden komplett aus solidem Sandstein und Lehm.
Wie wir erfuhren, wurden diese Grotten nach der Entstehung im 14. Jahrhundert als Schutz vor feindlichen Heeren genutzt, aber auch zur Weinlagerung und als religiöse Kultstätten. In späteren Kriegszeiten um 1944 dienten die Grotten wieder als Schutz und Versteck für die dortigen Einwohner.
Wie auch in Erding, als die italienischen Austauschpartner bei uns waren, gab es in Ancona einen Tag, an dem nur die deutschen Schüler gemeinsam etwas unternahmen.
Unsere Klasse traf sich am Freitagmorgen, während die Italiener wie gewöhnlich in die Schule gingen. Zu Fuß liefen wir in die Stadt und besuchten dort einen typisch italienischen Markt. Von Kleidung und Schuhen bis hin zu Obst und Gemüse konnte man fast alles kaufen. Wie echte Italiener haben wir viel verhandelt und hatten großen Spaß dabei!
Im Anschluss daran besichtigten wir das „Museo Omero“, das einzige Museum in Europa für Blinde und Sehbehinderte. Mit verbundenen Augen sollten wir nur durch Ertasten herausfinden, worum es sich bei den dort ausgestellten Skulpturen handelte. Zum Schluss bekamen wir noch die Aufgabe, einen Teil der zuvor ertasteten Figuren nachzutöpfern.
Am Samstag machten wir eine Exkursion nach San Marino, der ältesten bestehenden Republik. Nach der 1 ½ stündigen Fahrt waren wir alle erfreut, endlich anzukommen. Zuerst hatten wir ein wenig Zeit, uns mit der Umgebung vertraut zu machen. Daraufhin wurden wir von einer Stadtführerin (eine echte San-Marinesin, die perfekt deutsch sprach) abgeholt und so begann die Stadtführung. Sie zeigte uns die wichtigsten und interessantesten Bauwerke San Marinos und erzählte die Geschichte der Stadt voller Begeisterung, von der wir alle angesteckt worden sind. Danach hatten wir noch Zeit, um die Stadt selber näher zu erkunden. Insgesamt war es ein gelungener Ausflug, der nur durch den starken Wind ein wenig litt.
Den Sonntag konnten wir mit unseren Familien verbringen, um unsere Partner und deren Familien besser kennenzulernen.
Meist hatten diese bereits Ausflüge geplant. Viele fuhren ans Meer oder besichtigten andere sehenswürdige Orte, wie zum Beispiel die Grotten von Frasassi, eine bekannte Tropfsteinhöhle, die etwa eine Stunde von Ancona entfernt liegt.
Am Abend trafen sich einige Schüler in der Parkanlage von Sirolo, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.
Am Montag haben wir den Vormittag wieder in verschiedenen Klassen und Unterrichtsstunden in der Schule verbracht. Der Nachmittag war uns zur freien Verfügung gestellt, den die meisten leider schon mit Kofferpacken verbracht haben. Abends ging es dann auch schon zum Abschiedsessen in ein kleines Restaurant, das unsere Klasse und unsere Austauschpartner mit Leben gefüllt haben. Es gab Pasta, Patatine und als Nachspeise Crostatine.
Nach einer schönen, aber auch anstrengenden Woche in Ancona, wurden wir tränenreich verabschiedet und anschließend zum Flughafen gebracht.
Dort stiegen wir in unser Flugzeug zurück in die Heimat und freuten uns auf unsere Familien.
Der Austausch hat uns allen sehr viel Spaß gemacht und auch unser Italienisch hat sich durch das ständige Sprechen verbessert. Außerdem freut wir uns über die vielen neuen Freundschaften zwischen deutschen und italienischen Schülern, die wir auf jeden Fall erhalten wollen. Wir danken den Austauschfamilien für den herzlichen Empfang und den Lehrerkräften Frau Mottola und Herrn Lehner für die Organisation des Austausches.
Die Klasse 10 E

 

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