Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

Sprachliches, naturwissenschaftlich-technologisches

und musisches Gymnasium

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KUS-Projekt

Ja…
Die Bitte war, unser letztes halbes Jahr in Worte zu fassen. Naja, und jetzt…
Das KUS-Projekt findet auf einem Schiff statt, meist auf der Thor Heyerdahl. Und da wir daran teilnahmen, wurde dieses Schiff für sechs Monate zu unserer Heimat. Eine weite Reise haben wir hinter uns gebracht – zwei Mal über den Atlantik und nach Mittelamerika, insgesamt 12297sm.
Mit 28 weiteren Schülern aus Bayern, fuhren wir am 13. 10. 09 nach Kiel. Wir hatten keine Ahnung, wie das nächste halbe Jahr werden wird, nicht einen Hauch. Und wir konnten auch keine Ahnung haben. Was in diesem halben Jahr passiert, wie das Zusammenleben und vor allem der Schiffsbetrieb funktioniert – so wirklich verstehen kann man das nur, wenn man dabei war. Es war ganz anders als daheim, denn wer steht schon „freiwillig“ (wir taten es auch nicht freiwillig, aber wir mussten halt) um 2 Uhr in der Nacht auf, wenn es draußen regnet, um sich für drei Stunden in eben diesen Regen zu stellen und eine Weile vor sich hin zu frieren.
Aber wir haben es gemacht, haben dafür gesorgt, dass alles gut abläuft und wir nicht sinken. Und nach drei Stunden Ausguck und Ruder gehen, Sicherheitsronden, und, wenn man wirklich Pech hatte und wir nicht segeln konnten, auch noch Maschinenronden zu absolvieren, gingen wir um 5 Uhr wieder schlafen. Wobei man sagen muss, es gab auch andere Wachzeiten. 5-8, 8-11, 11-2, 2-5- 6 Stunden am Tag. Aber alles in allem muss man sagen, wir haben es gerne gemacht. Und es gab ja auch die sonnige Seite des Lebens. Am Anfang froren wir nur, später haben wir geschwitzt. Wir waren in der Karibik. Nach der Schule an Bord jetzt „Riffferien“. 30 Schüler, die auf einer Insel am Strand liegen, schwimmen oder Kokosnüsse knacken. Nach kurzer Zeit war aber auch das vorbei, wir stachen wieder in See. Jetzt hieß es wieder Schule. Jeden zweiten Tag drückten wir die Schulbank von frühmorgens bis spätabends, am anderen fuhren wir das Schiff. Jetzt standen die großen Landaufenthalte an: Panama und Kuba. Und beide Male wurden wir herzlich begrüßt: In Panama bekamen wir als erstes alle Durchfall (das war eine sehr unruhige Nacht für viele), in Kuba wurden wir von diesen ****** Mosquitos total verstochen. Die Stiche hat man noch Wochen später gesehen. Die Bermudas kann man recht gut mit einem Spruch beschreiben, der auf einer halbierten Tasse stand: „Bermuda was so expensive I could only afford half a cup“. Nach der Überquerung des Nordatlantiks, leider mit Gegenwind, kamen wir auf die Azoren. Da stürmten wir ein berühmtes Seglercafé - stürmen trifft es durchaus - man hat eigentlich die meiste Zeit dort jemanden vom Schiff finden können. Und schließlich ging es zurück, durch den Ärmelkanal und die Nordsee nach Kiel. Nach sechs langen Monaten, die doch so kurz waren, lagen wir am 24. 4. 2010 wieder an der Pier in Kiel. Es war `ne geile Zeit. Es waren keine Ferien, wie viele vielleicht denken. Wir haben das Schiff gefahren, täglich dasselbige geputzt (außer am gesegneten Sonntag), genauso Schule gehabt, 16-Stunden-Tage in der Kombüse verbracht – viel Arbeit, aber es lohnt sich.

Mark Felix, 10B

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