Korbinian-Aigner-Gymnasium Erding

Sprachliches, naturwissenschaftlich-technologisches

und musisches Gymnasium

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Abenteuer Bolivien

Im Sommer 2015 war ich für drei Monate anlässlich eines Schüleraustauschs an der deutschen Schule Mariscal Braun in La Paz, Bolivien. Dies ist eine wunderschöne Stadt in den Bergen, die sich über mehrere Hochebenen und Täler erstreckt. Auch die Umgebung ist sehenswert. Circa zwei Autobahnstunden entfernt befindet man sich im Yungas. Dort herrscht ein tropisches Klima und man kann mit dem Fahrrad die Todesstraße befahren. Zudem bin ich in die elf Stunden entfernte Salar de Uyuni gereist. Das ist eine Wüste aus Salz mit Vulkanen, Lagunen und Geysieren.

Mein Alltag bestand jedoch nicht nur aus abenteuerlichen Reisen quer durch Bolivien, sondern ich erlebte den normalen Schulalltag. Normalerweise ging dieser von 8 Uhr morgens bis halb 4 Uhr Nachmittags und der meiste Unterricht wurde auf Deutsch gehalten, weil ein Großteil der Schüler hier das Abitur absolviert. Ich war mit einem Mädchen aus Berlin in einer Klasse und wir wurden mit offenen Armen empfangen, denn die Schüler sind Austauschpartner gewöhnt. Zum Konzept dieser Schule gehört ein dreimonatiger Austausch in der elften Klasse. Der komplette Jahrgang ist dann in Deutschland verteilt und wir können das ganze Jahr über zum Gegenbesuch kommen. Es bot sich auch die Möglichkeit, einen Spanischkurs während der Schulzeit zu belegen und dieser war auch bitter nötig, da ich ohne jegliche Spanischkenntnisse dorthin flog. Fast jeder der deutschen Austauschpartner kam ohne oder mit sehr geringen Spanischkenntnissen nach La Paz. Nach den drei Monaten konnten wir uns jedoch recht gut ausdrücken. Ich hatte Glück, dass meine Mamita nur Spanisch sprach und ich dadurch gezwungen war, viel zu üben. Meine Gastfamilie war unglaublich nett und mit meiner Austauschpartnerin Cami habe ich nach der Schule und an den Wochenenden viel mit Freunden unternommen. Wir gingen ins Kino, setzten uns in ein Café und an den Wochenenden waren wir feiern. Jedoch wurden wir in vielerlei Hinsicht sehr stark eingeschränkt, vor allem, wenn ich mich alleine mit Freunden treffen wollte. Meine Gasteltern hatten sehr viel Angst um mich und deswegen durfte ich nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie dem Mini-Bus oder der Seilbahn fahren. Zudem wollten sie, dass ich in unserem Stadtteil bleibe, und auch mit Freunden durfte ich nicht ins Stadtzentrum.

Die Menschen in Bolivien sind unglaublich freundlich und jeder wird mit einem Bussi auf die Backe begrüßt. Wir bemühten uns, miteinander zu kommunizieren und nur allzu oft unterhielt ich mich auf Spanisch, Deutsch, Französisch und Englisch an einem Abend. Meine Gastfamilie sorgte dafür, dass es mir stets gut ging. Jeden Tag kochte unsere Haushälterin Lu ein warmes Mittagessen, in dem immer Fleisch enthalten war. Zusätzlich gab es frisch gepresste Säfte und auch frisches Obst war immer im Überschuss vorhanden.

Die Zeit in La Paz war eine unbeschreibliche Erfahrung und ich kann nur jedem ans Herzen legen, einen Schüleraustausch zu machen.

Fiona Konrad

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